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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 418

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 418)
Language
German
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295 zum Bau der fraglichen Synagoge in Wronke ein handgreiflieber Beweis gegen die Annahme einer so frühen Aufrichtung dieses Gotteshauses. Die Inschrift auf des Dachfirstes ״vom Zahn der Zeit bereits sehr angegriffenen Holzbalken* לזכר עולם (ג 936) קבלה בידינו שבה״ב ה, נבנתה בשנת ד׳ אלפים ר מאות צ״ו ל״ע) muss nach zwei urkundlichen Quellen in 1616) ה׳ אלפים נ' מאות צ״ו ל׳ע) emendiert werden. Ihre Buchstaben sind ja wohl auch Zahn der Zeit sehr angegriffen* worden. Das Posenei* Staatsarchiv enthält in den Akten des Posener Grodgerichts 2) das kurrenz boten. Nur zu den Messen durften sie wieder in die Stadt kommen Posener handschr. Sefer hasichronoth III S. 17b). Um 1640 lernte Mose Zakut, der von spanischer Abkunft war, in Posen (Zunz, Literaturgesch. der synagogalen Poesie, S. 440). Nach Caro, איד המלאים, Krotoschin 1458, 5 gehörte das Mitglied der P ose ne r Gelehrtenschule Joel b. Simon ב״ק zu den ״Vertriebenen Portugals“. Vielleicht war auch der in Posen um 1612 verstorbene R. Josef Kasi spanischer Herkunft und stammte aus Kaso, einer türkischen lnsei, östlich von Karpatho* Im türkischen Reiche hatte der grösste Teil der aus Spanien Vertriebenen Zuflucht gefunden (Jahrbuch der jüdisch-liter. Gesellsch. 111 84 Anm. 3; vgl. Grätz, Gesch. der Juden IX 31). Um 1790 war R. Jacob Abarbanell Rabbiner in Fraustadt (Meine Geschichte der Juden in Lissa, Pinne 1904, S. 226) Ob der Name des im 16t Jahrhundert lebenden polnischen Gelehrten Matisjahu de la Crot (דלאקחט) (Jew. Enc. IV 504), des in Krakau 1645 zeichnenden Mose Abr. Matitj. דלאקרוט (Wetstein, Materialien z. Gesch. der Juden in Polen, Krakau 1900, S. 23) und des wahrscheinlich in Galizien dem 19. Jahrhundert angehörigen Alexander Sender Chajim אמקרלט (Gesch. Jud. in Lissa S. 193) spanischer Herkunft sind, mag dahingestellt bleiben. Sicher nicht sephardischen, sondern deutschen Ursprungs ist der Verfasser des איסור והיתד האדו. Er ist ein Schüler des R. Isserlein (תרומת הדשן). Sein Enkel R. Jona war Rabbiner in O s t r o h und Klein-Russland und starb 1550 Asulai, מערב׳ סגרים s. v. אסור זהתד הארוך, Kahan, ענף עץ אבות, Krakau 1903, S. 19) _ Als Stammvater der Familie Hurwitz wird R. Isaak Halewi aus Barcelona, der 1293 dort starb, angegeben (Kahan, S. 5.) Der unten genannte Lubliner Arzt Mose Montalto war portugiesischer Abstammung. Sein Vater wanderte aus der pyrenäischen Halbinsel aus (Nissenbaum S. 51 f.). Auch der unten genannte R. Abraham b. Jechiel aus Köln in Lemberg wird zu den ״Vertriebenen Portugals* gezählt. Aije Lob b. Abraham Tarczyner Cordo vero aus Zamosc ist Verfasser des פני אריה זוטא , Wilhermsdorf 1720, Michael, Or ha־Chajim, Frankfurt a. M. 1891, S 254.) Ueber Herkünfte aus der Provence s, Bubers א״ש S. X, 1, 113, Kah. ענף עץ אבות S. 19, Anm. 197. 1) Isr. Familienblatt a. a. O. 2) Relationes Posnanienses 1633 Bl. 321.

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