Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 389)
- Language
- German
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266 fassang nichtEinklang mit derjenigen der Lehrer des Talmud und Midrasch steht, Gott um Erleuchtung anfleht1), oder, wenn er nach vergeblicher Anstrengung, das Richtige zu finden, sein Unvermögen eingesteht oder betont, dass er seine Meinung nicht als massgebend für andere hinstellen will2). Bezeichnend für Karas Aufrichtigkeit ist seine Aeusserung zu Jes. 8, 1, wo er sich mit der Erklärung des Targum und der Tradition auseinandersetzt, die er nicht annehmen kann, und am Schluss erklärt, seiner Pflicht, Irrtümer nicht hervorzurufen, genügt zu haben3). Den Reiz der Darstellung Karas erhöht noch sein Stil, von dem die vorher mitgeteilten Proben ein Bild geben. Derselbe ist oft von wirklicher Schönheit und sehr fesselnder Form, wobei man allerdings nicht den Maassstab der späteren, oft einer gekünstelten Schrreibweise sich bedienenden Schriftsteller, soudern den seiner Zeit und seines Landes anlegen muss. Kara suchte für seine Studien sich recht gute Texte zu verschaffen und achtete auf die verschiedenen Codices. So berichtet er zu I Kön. 6, 34, dass er in einem sehr sorgfältigen Exemplar des Propheten-Targum Einsicht genommen habe. — Zu Jos. D, 4 ויצטירו berichtet er, dass in einigen Codices die LA. ויצטידו sich findet, d. h., dass sie sich mit solcher Wegzehrung versahen, die ein Kommen von fern her vermuten liess. Beide Codices bringen Beweise für die Richtigkeit ihrer Lesung, er aber schliesse sich der LA. ויצטידו au, da nach dem ganzen Zusammenhang und dem Wort הצטדניו in v. 12 nur von ihrer Vor- Spiegelung durch die schlechte Wegezehrung und Kleidung die Rede sein könne4). — Zu Jes. 27, 3 bemerkt er, dass in 1) So der oben zitierte Schluss zu I Sam. 9, 9. Am Schluss seiner im Gegensatz zu Jonathan und dem Talmud stehenden Erklärung von 1 Kön. ö, 2 sagt er: «והמקום יאיר עינינו בתורו. 2) Die Stellen sind bei Littmann, p. 15 zusammengestellt. 3) ,ואתי לא תלין משוגתי יצאתי ידי שמים [im Ms. ist hier ein Lücke] ומעתה שהודעתי שכל הדן בעצמו ואומר אתי תלין משוגתי ודוחה את הבריות בקנה, הרי זה מחטיא ומתעה החרות הבאים אחריו. 4) יש ספרים שכתוב בה; ויצטידו, עשו כל לחש צידש יבש היו ניקורים כאילו מארץ רחזקח מאוד באו, אילו ואילו מביאין ראיה לדבריהם. ולא הכריעו אילו את אילו, גם בדבר הוה אין לברד הנכוחה זולת אלהינו אבל לבי נוטה אחרי הספרים שנת־ב בהן ויצטיירו מדבר הלמד מענינו שמלמד בעניין זה בכמה מקומות מה ראו על ככה לעשות צידה זו כדי שיתקבלו דבריהם שיראו האנשים צידה שלהם ובדבר זה יהיו ניכריס כי רתוקים המה הה״ד ויקחו האנשים מצידם, ומפרש עוד בעיניין זה לחמנו חס הצטידגו אותו מבתינו ביוש צאתנו ללכת אליכם ועתה הנה יבש, על כל דיבור ודיבור חוזר על הצידה. Es ist mir nicht bekannt, ob irgend ein Commentar noch auf diese LA. aufmerksam macht, Jonathan allerdings übersetzt ואזדויז. Vgl. Norzi im *מנחת ש z. St.,