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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 384

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 384)
Language
German
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m lässt sich feststellen, (lass mindestens ebenso, wie der jüngere Autor von dem älteren beeinflusst sein mag, in demselben Masse, wenn n i e 111 erbe bl ich mehr, K a r a aufRaschi eingewirkt hat. Vielleicht ist die Vermutung nicht zu gewagt, dass besonders da, wo Raschi seiner ersten Erklärung mit דש לפתור die Ansicht Karas anfügt, er seine frühere Meinung selbst ändern wollte. — Noch wäre wohl auch das Verhältnis der Hiobkommentare Raschis und Karas zu untersuchen, doch sei dies für eine von mir beabsichtigte kritische Neuausgabe des Hiobkommen־ tars von Josef Kam Vorbehalten und liier nur bemerkt, dass schon der Anfang des Raschikommentars manche Berührungen mit Kam aufweist, wo sicher für letzteren die Priorität anzunehmen ist 1). Sein — wenn auch nicht ausschliesslicher — Anteil an dem uns vorliegenden Raschikommentare von 40, 27 an ist ja bekannt 2). Diese Berücksichtigung der Ansichten Karas durch den grossen Meister gibt uns Veranlassung, dessen Bedeutung als Exegeten noch besonders zu würdigen. Joseph Karas Leistungen sind, meines Erachtens, inbezug auf die sinngemässe Erklärung höher einzuschätzen als die Raschis. Es ist dies keine Herabsetzung des letzteren, dessen Grösse als Gesetzeslehrer unantastbar ist, und der in seines Herzens Erhabenheit sich selbst vor der Bedeutung eines anderen willig beugte3). Kam hat das grosse Verdienst, die exegetischen Regeln systematisch in Anwendung zu bringen 4), wodurch er auch auf Samuel b. Meir vorbildlich ge- 1) Man beachte die Uebereinstimmungen zu 1, 5—7; 2,2—3; 3, 1. צ) Vgl. Rosin 1. c. p. 16—17. 3) Vgl. die diesbezüglichen Ausführungen in Berliners ״Zur Charakteristik Raschis״ im Gedenkbuch für David Kaufmann p. 266—267. 4) Ausser den von Littmann behandelten Regeln ist noch der Grund״ satz zu erwähnen, dass mitunter an einer uns nicht als gehörig erscheinenden Stelle etwas berichtet wird, um auf ein später folgendes Ereignis vorzubereiten, so z. B. im Commentar zu Ri. 1, 16, 4, 11 (ed. p. 1 und 5) und öfters. Ferner bemerkt Kara, dass bei einem sogen. מקיא קצר die Schrift ein Wort oder eine Wendung weglässt, indem sie der Einsicht des Lesers die Ergänzung überlässt. So zu )os. 10, 21, wo hinter הורץ noch ברב zu ergänzen ist, was auch aus Exod. 11, 7 hervorgeht; Ks Worte lauten: ויש מקומות הרבה שקיצרו הכתובים את לשונם ולא ביהנו את דבריהם באר היטיב וסמני על אנשי לבב הקוראים בהם שיבינו שפת׳ אל תשלחנה ידיך בהילו (Obad. v. 13) במו אל תשלהגה בחילו ביום אידו u. a. m.

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