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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 372

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 372)
Language
German
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249 desMischmar während des täglichen Opfers begaben, und wo sie ein Gebet für die wohlgefällige Aufnahme des Opfers verrichteten. Als aber der Sittenverfall eingetreten war, hatte man in diese Höhlen Götzenbilder hineingestellt, und dies meint Jirmija mit diesem Ausdrucka. Wir kommen nun zu den von Joseph Kara zitierten Autoritäten, die bereits vollständig Epstein zusammengestellt hat1)• Unter diesen wird nun an erster Steile auch Saadia Gaon genannt, der zu Hiob 15, 24 und zu Echa 3, 5 erwähnt wird. Es heisst nun in Karas Hiob-Commentar 2): פתרונו נמלך שניצב לדאות בשחוק ששמו יידור ושריו ועבדיו מקיפין אותו ובלשון עברי נקיא בידור ובלשון ערבי נקרא מלעב, וכן פתר רב סעדיה. Die Fassung dieser ־Stelle, vor allem durcn die besonders kenntlich gemachten Worte, lässt jedoch alsbald erkennen, dass es sich hier um ein Einschiebsel handeln kann, besonders in Hinblick auf das Arabische, das bekanntlich in Joseph Karas Uommentarien nur als Entlehnung aus anderen Autoren anzusehen, in dieser Fassung aber nirgends zu belegen ist. In unserem Falle lässt sich wohl mit Bestimmtheit annehmen, dass das Citat aus Saadia von demselben Glossator herrührt, der auch in dem bekannten Kaschi-Manuscript der Münchener Bibliothek neben Mitteilungen aus verschiedenen nord׳־ französischen Exegeten, darunter Joseph Kara, auch solche aus Saadias Hiob-Commentar gegeben hat, die in Geigers Parschandatha p. 7—10 zusammengestellt sind. Dort findet sich auch (p. 8) die in Karas Commentar enthaltene Stelle, allerdings infolge Verstümmlung etwas unverständlich : ור, סעדיה פירש כמלך עתיד לבירור כמו בדור אל ארץ רחבת ידים (ישעיה כיב י״ח) ........ וכן הפתרון במלך שהוא עתיד המהולות העשויות בעגול (?) כן יקיפו צר ומצוקה לרשע כמוך זהו עיקר, wobei uns die beiden Schlussworte lebhaft an Joseph Karas Ton erinnern. Auch das Citat in Echa3) dürfte unecht und eine Einschiebung sein. Wir glauben demnach Saadia aus der Liste der von Kara zitierten Autoren streichen zu müssen, wobei noch bemerkt sei, dass Saadia in Wirklichkeit Siehe Hachoker 1 p. 33—35. *) Frankels Monatsschrift 1856, p. 474. *) Vgl־ Bubers Ausgabe, zweite Rec., 1. c. p. 41.

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