Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 371)
- Language
- German
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248 scheidet. Eine derartige Unterscheidung führt nicht dazu, ״der Willkür Tür und Tor zu öffnen“, wie Littmann meint1), sondern zeugt von dem gesunden und feinen Takt Karas. Wir begegnen übrigens einer solchen Stellungnahme der Agada gegenüber auch bei A b r ah a m M aimu n i, der in seinem von mir bearbeiteten, und jetzt im Druck befindlichen Pentateuchcommentar wiederholt Auswüchse der agadischen Deutung zurückweist, hingegen solche mit moralischer Tendenz wohl äceeptiert und sie ״angenehm und schön erscheinend“ nennt; auch in einer besonderen Abhand־ iuhg präcisiert derselbe Autor, der doch von der Nachwelt mit dem ehrenden Beinamen החםיד genannt wird 2 *), diesen seinen Standpunkt8). Wenn wir Karas Stellung zur Agada in dieser Weise auffassen, wird es uns auch nicht Wunder nehmen, dass er, um die Leser oder Schüler zu erbauen öder zu fesseln, auch Erzählungen, die ihm bekannt geworden sind, einflicht und deren Quellen wir nicht nachweisen können. So, wenn er zu II Samuel 22, 35 ונחת קשת נחושה זרעתי bemerkt4): ״Ich habe gehört, dass David an seiner Burg kupferne Bogen aufgehängt hatte. Wenn nun fremde Könige ihn besuchten, so flüsterten sie bei deren Anblick miteinander: Glaubt ihr etwa, dass diese Pfeile zum Schiessen oder Spannen bestimmt sind, da kein Mensch hierzu im stände ist; gewiss dienen sie nur dazu, uns Schrecken einzuflössen, damit wir ihn fürchten. Als David aber dies hörte, zerbrach er die Bogen vor den Augen der Besucher“. Ferne!• bemerkt er zu Jeremia 7, 11 ״ :(5 *המערת פריציםIch habe gehört, dass es eine Höhle in der Vorhalle gab, in die sich die Angehörigen *) L. c. p. 15 oben. 2) Vgl. meine Bemerkungen in der Besprechung von Steinschneiders arab. Literatur der )uden, Monatsschrift 1905, 379—380. s) Abgedruckt in Kobez ed. Lichtenberg, Leipzig 1859, 11 p. 40—43. 4) שמעתי שקשתות באושה היו תלויין לו לרוד במגדל דה* וכשבאים מלכי האומות לדרוש אליו והיז חאין אותן היו מתלהשין זה עם זה ואומר׳ וכי כסבורים אתם שקשתזת נחושה התלוין כאן שלדויוך אותן ולידות בהן עשויין והלא אין כריה יכולה לדרוך קשת נחושה אינן עשויץ אלא לאיים עלינו שתהא אימתו נופלת עלינו והיה דוד מצתת ושומע מה הם אומרים יגוטל אה הקשתות ושוברן לפניהם דכת׳ ונחתה קשת נחושה זדועותי. Bei Raschi a. 1. wird dasselbe, viel kürzer zitiert, und anstatt במגדל heisst es dort: בביתו. — Im Midrasch שוחר טוב zu Ps. 18, 17 (ed. Buber p.155) heisst es nur: ללמדך שהיה הד נוטל קשת נחושה וכופפה. Vgl. ibid. Anm. 184. 5) שמעתי שמעדה אחת היתד. בעזרה והיו נכנסין שם אנשי משמר בשעת התמיד ומתפללין על קרבן אחיהם שירצה ונשקילקלו הדורות הכניסו בה ע״ז הוא שאמר להם ירמיה המערת פריצים היה הבית הזה,