Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 336)
- Language
- German
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_21S_ kam er dem Volke gerne entgegen. Und wenn auch er oder vielmehr der Stand, dem er angehörte, einzelne Gegner hatte, — für deren Führer, einen Arzt, namens Benjamin, übrigens private Gründe massgebend waren, — Baba verriet nämlich ein ihm von diesem mitgeteiltes Heilmittel dem Volke1) im öffentlichen Vortrage, — bei der grossen Menge des Volkes war er beliebt. Er starb, nachdem er 14 Jahre in sturmbewegter Zeit an der Spitze des Volkes gestanden. Mit ihm und mit seinem Collegen Abaji, der ihm um mehr als ein Jahrzehnt im Tode vorausgegangen war, verlor Babel zwei der glänzendsten Vertreter seiner Geistesrichtung. Bei ihrem Tode — erzählte die Nachwelt — erbebten die Brückenpfeiler des klar hinfliessenden Tigris, jenes Stromes, aus welchem die Machosaner ihre Geistesschärfe geschöpft haben. mehr zu gewinnen“, er hatte dies auch nicht erst zu beweisen, wie dieser meint, denn das hatte schon Rab gelehrt, und Raba tat weiter nichts, als dass er die Lehren R. Joses und Rabs als Norm anerkannte, was jeder Amora getan hätte (הלכה כרב באיסורין) und was dann auch die Schlussredaktoren getan haben. (Siehe daselbst והסבתא.) Allerdings, wo es das Gesetz gestattete, da kam er dem Volke entgegen, naeh jeder Richtung So pflegte er auch zu sagen: ״die Thora schont auch das Geld der Israeliten“ und handelte auch nach diesem Grundsätze. Siehe Pesachim 30a und Chullin 49b. 1) Vgl. Sanhedrin 100a und Sabbath 133b דרשה רבא במחחא קדעיגהו בני מניומי אסיא למנייהו.