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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 323

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 323)
Language
German
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200 licht. Ausserdem müsste alle ca. 1500 Jahre diese Ausnahme beseitigt werden, um nicht wieder einen Fehlbetrag des Mond- Jahres herauszubekommen. Ich hielte es dann immer noch für praktischer, in die Schaltordnung der Jahre einzugreifen und den zweiten אדר ausfallen zu lassen, sobald die Anzahl der überschüssigen Tage zu einem Monat oder wenigstens nahezu zu einem Monat angewachsen ist; denn eine solche Ausschaltung würde erst in ca. 337 Cyklen 6403 Jahren angebracht sein. Es wird bereits in סוד העיבור darauf hingewiesen, dass in der Gegenwart die Addasche תקופת ניסן um 5 Tage dem wahren Frühlings-Äquinoctium folgt; für uns ist demnach diese Extracalationsangelegenheit nur von theoretischer Bedeutung, und für die ferne Zukunft können wir uns mit den Worten des פירוש zu הלכות קהיה im פ״ט ה״ג trösten:אבל עד יבוא מורה צדק ויודיענו מה יהיה הדין בעת המאוחר. IV. Bei dieser Gelegenheit will ich noch erwähnen, dass neuerdings (Cosmos 1896 und Annales du bureau des longitudes tome VI Anm. B) die Behauptung aufgestellt worden ist, zur Zeit der Mischna und des Talmuds sei öfters, z.B. im Jahre 66 der gew. Zeitr., statt des אדר שני ein zweiter Elul eingeschaltet worden. In der Zeitschriftder Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Band 59 S. 622 ff. ist diese Ansicht widerlegt worden Zu meinem Erstaunen finde ich sie in der Jewish Encyclopedia LII p. 500 mit den Worten wiederholt: ״under Coustantin (337—361) the Sanhedrin was prevented fron! inserting the intercalary month in the spring; it accordingly placed it after the month of Ab“. Da eine Quellenangabe nicht beigefügt ist, so kann ich die Authenticität der Behauptung nicht näher prüfen. V. Für die Gegenwart wichtiger sind folgende zwei Fragen, die mit dem bisher erörterten Stoff in keinem Zusammenhang stehen, im Gegensatz dazu vielmehr von der höchsten praktischen Bedeutung sind. Es ist bekannt, dass je nördlicher oder südlicher die geographische Breite eines Ortes ist, desto länger seine Dämmerung im Sommer und im Winter währt, so dass, von einer bestimmten Grenze ab, auf beiden Hemisphären die Erscheinung der Mittel*־ nachtsonne resp. der mittäglichen Finsternis eintritt. Wie hat sich an diesen Orten ein Jude mit den Pflichten zu verhalten, die

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