Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 314)
- Language
- German
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19t Wir haben also ausgeführt, dass die aus Babel heimkehren־ den Exulanten im Westjardenland, innerhalb der Eroberung Josuas, zwei Länder, nämlich Judäa und Galiläa, und zwar bis zur Linie Lablab-Thella, besetzten und heiligten, dass sie ferner nördlich von dieser Linie eine breite, äusserst fruchtbare Zone mit vielen Städten aus Rücksicht auf die Armen im Schebiitjahre nicht heiligten. Hinzufügen müssen wir noch, dass sie aus dem־ selben Grunde auch mitten im Lande fünf Städte von der Hei־ ligung ausschlossen, nämlich: Ascalon(|Spt^), בית שאן,קיסרין,בית גובדץ und פיסית (das ist כפר סיסאי und nicht סוסיתא), und zwar die Städte mit ihren Dörfern und Feldern ringsum. Darum kann die von Schwarz angeführte Meinung des יעב״ץ im מור וקציעה, dass die nachträglichen, das Land erweiternden Eroberungen der hasmonäisclien Könige dieselbe קדושה עולמית hätten wie die Besetzung des Landes durch die heimkehrenden Exulanten, nicht aufrecht erhalten werden. Die heimkehrenden Exulanten eroberten das Land nicht durch eine kriegerische Invasion, tatsächlich wohnten im Lande mehr Heiden aus den verschiedensten Völkern als Juden. Die Besetzung des Landes bestand darin, dass sie das Land für heilig erklärten (בקדושת הארץ). Die Ge־ biete und Städte aber, die sie nicht heiligten, schlossen sie nicht deshalb aus, weil ihnen die persische Regierung etwa nur ein kleines Territorium zugestanden hatte, eine solche Beschränkung bestand nicht, sondern, wie bereits ausgeführt, liessen sie aus Rücksicht auf die Armen eine fruchtbare Zone im Norden und ferner fünf Städte im Süden und in der Mitte des Landes ungeheiligt. So sorgten Esra und die anderen Führer der heimkehrenden Exulanten für das Volk, das während des zweiten Tempels eine Seelenzahl von fünf Millionen erreichte und von allen Seiten durch die heidnischen Völker, die Araber im Osten, die Idumäer im Süden, die Griechen und Aramäer im Norden bedrängt und seines Landes beraubt wurde. Besonders traurig gestaltete sich die Lage der zahlreichen Armen in den letzten Epochen des zweiten Tempels, als von Alexander Jannai an die Ueberfälle und Verheerungen ganzer Dörfer und Distrikte sich mehrten und dazu die fast unerschwinglichen Steuerlasten aller Art kamen, mit denen Herodes das gepeinigte Volk niederdrückte. Witwen, Waisen und Verarmte, die als Taglöhner Arbeit suchten, waren