Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 295)
- Language
- German
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üach Ksib geht. Ich lege die Lesart der Tosefta Oholot XV1II zu gründe, die lautet: Wer von Acco nach Ksib geht, hat rechts, d. i. östlich von der Strasse, Inland, links, d. i. westlich von der Strasse, Ausland. Diese Lesart merkt auch bereits R. Elia Wilna am Rande Talm. Gittin 8 an. Das Resultat meiner Untersuchungen in jener Gegend war, dass der Küstenstreifen Ausland, der die Breite vom Wege bis zum Meere ausfüllt, sich nordwärts von Acco über Ksib bis nach לבלב erstreckt, entsprechend der Ueberlieferung des R. Ismael bar R. Jose im Namen seines Vaters. Die inländischen Städte östlich von genanntem Küstenstreifen sind: עמק מזון (Oh. Hamsin) und בצח (el Bassa), ferner zweifellos כפר יאסיף (Kafr Jasif), בית העמק (Amka), בברתא (el Kabri), עבחין (Ch. Abde), אשנץ (Ch. Suane), רישמנא (Arais Bene), הנותא עיליתא וארעיתא (Hanuta), die noch östlicher liegen als עמק מזון und בצת. Darum heisst es in der Tosefta (Schebiit IV), dass alle die erwähnten Städte Maasrot- und Schebiit-pflichtig sind. — Bis הומת עכו stimme ich mit den drei anfangs erwähnten Untersuchungen überein, von da an und weiter trennen sich Schwarz und Neubauer von mir und gehen vollkommen planlos ihren Weg, nur Hildesheimer bleibt mir noch bis קצרא דגלילא zur Seite. ♦ריש מיא דגעתון ריש מיא דגעתון (so lesen Tosefta und Jeruschalmi), Sifre liest מי גאתו, gemeint ist dasselbe, nämlich der Fluss, an den! געתון (Dschatun) liegt, derselbe fliesst südlich von Ksib, und ihn heiligten die heimkehrenden Exulanten. Genauer und richtiger ist trotzdem die Lesart der Tosefta und des Jeruschalmi, welche den Oberlauf des געתון bezeichnet. Es ist nämlich nicht anzunehmen, dass der ganze Fluss geheiligt wurde, da sein Unterlauf den Kiistenstreifen durchschneidet, der, wie oben erwähnt, beim Ausland blieb. Die Araber benennen den Fluss nicht nach der Stadt געתון, sondern nennen ihn Nähr al Mefschuch, vielleicht von der Wurzel feschcha, die im Arabischen Schritt bedeutet. Dieser Fluss nämlich, der Sommer und Winter Wasser hat und die Gärten und Felder tränkt, an einzelnen Stellen auch Mühlen treibt, ist nicht breiter als ein grosser Schritt, sodass ihn ein Mann mit einem Satz überschreiten kann.