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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 289

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 289)
Language
German
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166 7. Es liegt aber noch eine andere, minder wesentliche Schwierigkeit an unserer Stelle vor. Es ist bekannt, dass der Ausdruck רביעית im Talmud überall ein Viertel Log bedeutet. Die geringste Weinspende aber, die auf den Altar gebracht werden kann, ist dagegen zwölfmal so viel, nämlich ein רביעית הדרן. Aus diesem Grunde ist es unwahrscheinlich, dass unsere Mischna ein Beispiel wählen soll, dass jemand eine Spende gelobt, die nicht einmal das Minimum dessen ist, was auf den Altar gebracht werden kann. Der Verfasser des טורי אבן, dem diese Schwierigkeit nicht entgangen ist, meint daher, dass hier ausnahmsweise unter רביעית in der Tat ein רביעית ההין zu verstehen sei. Wie wenig einleuchtend dies ist, sieht und fühlt jeder. Welche Nötigung lag hier vor, von dem feststehenden und regelmassigen Sprachgebrauch abzuweichen? Warum wählt die Mischna nicht lieber den nicht misszuverstehenden Ausdruck שלשה לוגים? Warum macht sie gerade hier eine Ausnahme von dem allgemeinen Sprachgebrauch? Alle diese Schwierigkeiten beseitigt die Erklärung Raschis mit einem Schlage. Nach seiner Erklärung ist die תרומה in diesem Fasse Wein, wie die Mischna ausdrücklich sagt, das קדש jedoch ist Oel uud, da Oel mit Wein keine Vermischung eingeht, so können beide Heiligtümer verschiedenen Grades, wie קדש und תרומה, sein, ohne dass ersteres das letztere in seiner Verwendbarkeit für den Kohen beeinträchtigt. Damit ist die erstere Schwierigkeit behoben. Bei Oel finden wir aber auch eine Opferspende, die nur ein Viertel Log beträgt, nämlich רביעית לוג שמן למצורע (vgl. Nasir 88a); der Ausdruck רביעית kann daher auch hier in seiner gewöhnlichen Bedeutung genommen werden und wir sind nicht bemüssigt, wie טורי אבן es tut, hier eine Ausnähme zu statuieren. 8. Es entsteht nach dieser Erklärung nur das eine Bedenken, dass die Mischna einen solchen exceptionelien Fall, dass jemand Oel und Wein vermischt, als etwas gewöhnliches hinstellen soll, ohne es ausdrücklich zu bemerken. Wir wollen daher den Nachweis erbringen, dass eine solche Manipulation tatsächlich etwas gewöhnliches und alltägliches war. In der Mischna טבול יום II, 5 und ebenso im Traktat Sabbalh 5b wird der Fall von ״ שמן שצף על גבי ייןdem auf den!

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