Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 284)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 2× ep/2781487
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161 Zu der obigen Erörterung ist noch nachzutragen, dass nach Erubin 67b selbst bei praktischen Entscheiden dem Schüler nur geboten ist, seine Meinung geltend zu machen, wenn es sich um מילי דאורייתא handelt, dass er aber bei דרבנן seiner gegenteiligen Meinung erst nach der Entscheidung Ausdruck geben soll. IX. Berachoth 8a zu den Worten des Talmuds בפיטורי בפי וושט bemerkt Raschi erklärend: ״fm Ozean gibt es Stellen, die kein Eisen dulden, und man verbindet daher die Planken des Schiffes vermittels dicker Seile, die nur mit grosser Gewalt durch die Löcher im Schiffe gepresst werden können“. Bei der Bauart der modernen Schiffe und Panzerkolosse, die zumeist aus Eisen bestehen, wäre es ein gewagtes Unternehmen, den Ozean zu befahren, wenn es wirklich solche Stellen gäbe, die kein Eisen an den Schiffen dulden. Zum Glück sind uns dergleichen Gefahren nicht bekannt, man sucht vielmehr Schutz gegen die Gewalt der Stürme in einer möglichst soliden und widerstandsfähigen Construktion der Schiffe und glaubt diese am besten durch eine ausgiebige Panzerung mit Stahlplatten zu erreichen. Raschi hatte offenbar bei dieser Erklärung die im Mittelalter viel verbreitete Sage von den sogenannten Magnetbergen im Auge. Man glaubte an nordische Magnetberge, denen kein Schiff sich nähern dürfe, ohne zu zerschellen, indem die Nägel durch den Magneten aus dem Holz herausgezogen würden. Das meint Raschi mit den Stellen des Ozeans, ״die kein Eisen dulden“. Abgesehen von dieser sagenhaften Begründung ist die Erkiärung Raschis ganz sinngemäss und den Tatsachen entsprechend, sie beruht sicherlich auf Ueberlieferung. So lesen wir bei Koner und Guhl, Römer und Griechen : ״Schliesslich erwähnen wir noch den Gebrauch der vin/Qa^ictia als eines für die Schiffe wichtigen Gerätes. Die Hypozomata eine Erklärung gibt, die einen ganz anderen, weitläufigen Weg einschlägt. Sie scheint mir במב״ת nicht zutreffend. Dasselbe gilt von der Erklärung, die ich ebenfalls nachträglich im 25 ,21 ס׳ ליקוטי חגרd meines *רבי זצ״ל fand. ה