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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 266

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 266)
Language
German
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143 Meeres hinabsteigt und nur ein הרס, eine leere Muschel, zu Tage fördert. Bei der Schilderung des grossen Wassertieres Hiob 41, 22 heisst es ״ תחתיו חדודי הדשunter ihm liegen scharfe Scherben, was sich nach einigen auf die Schuppen des Krokodils, nach anderen auf die spitzen Felsen am Meeresgründe bezieht. Durch die obige Annahme, dass הרש auch ״Muschel44 bedeutet, liesse sich dieser Vers noch anders erklären. Der Text sagt, dass das Krokodil auf dem Meeresgrund lagert, wo die scharfgeränderten Muscheln seine Unterlage bilden, woran dann die zweite Hälfte des Verses ganz gut sich anschliesst: י־יפד הרוץ עלי טיט ״es bettet sich wie eine Dreschwalze auf den Schlamm44. Wir hätten demnach, wenn diese Annahme richtig ist, ein Beispiel, dass auch in der Bibel ״ הרשMuschel44 bedeutet. H. Es ist allgemein bekannt, dass der jerusalemische und baby- Ionische Talmud nicht selten in unserer Mischna verschiedene Lesarten haben, die nicht immer einzig und allein durch die abweichende Orthographie oder Aussprache der Schulen in beiden Ländern erklärt werden können. Abgesehen von den orthographischen Verschiedenheiten im Jeruschalmi, die sich durch die mehr syriasierende Aussprache der Palästinenser erklären, finden sich in demselben manchmal auch andere Lesarten, die notwendig auf eine abweichende Auffassung unserer Mischna hinweisen. Diese Verschiedenheiten bedürften einer gründlichen Untersuchung und harren noch des Bearbeiters, der das Verhältnis beider Kecensionen klar legen und die Ursachen, die ihnen zu Grunde liegen, einer unbefangenen Würdigung unterziehen würde. Bei eingehender Prüfung und Gegenüberstellung beider würde das Verständnis der Mischna nur gewinnen und manche dunkle Stelle sich unserem Verständnisse erschliessen. Um das Gesagte durch ein Beispiel zu illustrieren, stellen wir den Text der ersten Mischna des sechsten Abschnittes von Baba Mezia, soweit er für unseren Zweck notwendig ist, hierher. שנר את החמר דאת הקדר [י״ג קרר] להניא פרייפרין וחלילין לכלה או למת דפועלץ להוציא פשתנו מן המשרה וכר שוכר עליהן או מטען.

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