Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 243

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 243)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3486266-3486273--1369-3487731
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

120 im 28. שער auf den 6ten. Die Stelle findet sich nicht vor. שער ואץ scheint ein Fehler, oder eine aus der ersten Bearbeitung zurückgebliebene Bezeichnung zu sein. Die הלכות צדקה haben ein selbständiges Verzeichnis, ebenso die übrigen Halachot, die am Anfänge des ganzen Werkes registriert sind. Dieser Umstand deutet auf eine partielle Redaktion der Abschnitte hin. Vollkommen ungerechtfertigt ist daher die Behauptung, dass Teil I. zuletzt abgefasst ist. Die Ungleichmässigkeit der Euiogien hängt mit der Schlussredaktion nicht zusammen, sondern ist der Beweis einer zweiten Bearbeitung, einer Ergänzung des ersten Teils. RIOS legte selbst die מפתחות zu seinem Werke an und dies spricht für das Vorhandensein der Halachot schon bei Leb- Zeiten des Verfassers. Nur das Resp 41 führt die Aufschrift: תשובה מהיר המחבר זצ״ל. Die Erklärung des Begriffes קובץ ist eine schwierige. Zunzens Annahme, dass derselbe mit den Likkutim identisch wäre, trifft kaum das Richtige. Dies erkennt auch Vogelstein an. Er will daher in dem קובץ die Materialiensammlung sehen, welche nach verschiedenen Rubriken geordnet war. OhÜS citiert grössere und kleinere Partien aus dem Kobez (No. 4, 14, 43, 44) und führt diese Citate mit den Worten: כתב בקובץ שלו an. Die äussere Fassung dieser Stellen unterscheidet sich kaum von dem Or Sarua. Es werden in denselben die bekannten Autoritäten angeführt, doch konnte ich die Citate selbst in dem Werke nicht finden. Es dürfte daher nicht ganz unrichtig sein, wenn wir annehmen, dass in dem Kohez das Material des ganzen Werkes gesammelt war und RIOS auf Grund dieser Sammlung die einzelnen Halachot ordnete. Nicht alles, was in dieser Sammlung war, wurde in das Werk aufgenommen. Das חיבור, wie RIOS sein Werk nennt, sich selbst bezeichnet er oft המחבר, war die Sichtung eines grösseren Stoffes, die Ordnung und Verbindung desselben in Abschnitte. BK. 155: פירשתי השיטות וחברתי אותם. So wären auch die Hinweise auf spätere Teile zu erklären, I. 51b § 153. בהלכות קידוש אפרש בעדה; BB. § 41. לכשאגיע שם אפרש בעדה, BB. § 194: ולקמן נפרש הלכתא כמאן. Das Material war vorhanden und RIOS konnte mit Recht bemerken, dass er an Ort und Stelle den Gegenstand eingehender behandeln werde. 80 wäre nun der Kobez eine rudimentäre Anlage des Or Sarua.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.