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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 203

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 203)
Language
German
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80 I . 5" ־ ■ .ז 1:1 Von der Tosefta standen ihm zwei Handschriften zur Verfügung* * * * * 6). Er kennt auch eine Sifrö-Handschrift mit Randglossen 7). RI OS ist ein deutscher Tossafist, ein Glossator des Talmuds. Der Erklärer erdrückt den Decisor, der Theoretiker den praktischen Gesetzeslehrer in ihm. Seiner Weitläufigkeit wegen musste schon sein Sohn Chajjim eine kürzere Fassung des OS vornehmen. Die deutschen Schulen haben aufRIOS eingewirkt, der Regensburger Kreis, R. Juda ha־C11assid, R. Eleasar aus Worms, seine Lehrer in Speier und Bonn, und diese Eindrücke kann er nicht verwinden. Die französische Lehrweise, mit der er in Paris, in der Schule R. Juda Sir Leons bekannt wurde, hat wohl seinen Gesichtskreis erweitert, seinen Geist gefördert und ihm hohe Verehrung für die Tossafisten eingeflösst, doch RIOS. wurzelt im Heimatlande seiner Jugenderinnerungen, in den rheinländischen Lehrhäusern des Talmuds. ״Von unseren Lehrern in Mainz, Worms und Speier ist die Lehre ausgegangen für ganz Israel und, seitdem Gemeinden in den Rheinlanden, in ganz Deutschland und in unseren slavischen Königreichen gegründet worden sind, haben unsere Väter und Vorfahren, die fromm, heilig und weise waren, an ihre Vorschriften sich gehalten.“ I. 217b. So schliesst er auch ein längeres Schreiben an Abigedor ha-Kohen mit den Worten: ״Was meine Lehrer aus den Rheinlanden und aus Frankreich schreiben werden, diene uns als religiöse Norm.“ I. 212b. Die Bedeutung Raschis und seines Kreises für die Erklärung des talmudischen Schrifttums würdigt er vollkommen. pflegt, I. 190a 595. BK. § 496. Siehe jedoch Halevy Doroth Harischonim II > 61, Note 27. Von seinem anderen Lehrer, Simcha b. Samuel, führt er die Ansicht an: בל2 היכא דהזינן פלזגתיה בגמרא דירן זעובדא בירושלמי סמכינן אידושלמי, I. 225b, vgl. lad Maleachi II. 9. So erwähnt RIOS I. 29b 61, dass er in Raschis Commentar zu Nasir ״geschrieben von dessen heiliger Hand“ eine Emendation gesehen hat und führt zugleich näher an, in welcher Weise Raschi seine erste Erklärung beseitigt habe: •ומחק שאובין וכתב למעלה על שאובין ביני חיטי בצינור ועשת על תיבת ליחא ציק כזר. •) I. 56a 172: והפשתי בשתי תזספתות של ברבנת; I. 203a 720: נך היא שנויה הברייתא בשני (בשתי) תוספתות שלפני. Vgl. I. 78a, 118b, AS. § 127, 278• 7) II. 174a 425 führt RIOS. eine von unserer Ausgabe abweichende Sifre-Stelle (zu 127 § הקת) an und bemerkt:;אלא נראה בעיני כמו שראיתי כתוב בגליו. Vgl. das GA. RIOS’s in der Parmaer Handschrift von R. Meir b. Baruch’s Resp, Nq, 108, ed. Bloch, Berlin 1891, S. 136,

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