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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 178

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 178)
Language
German
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5l> Anhang 1. Wir Bürgermaister vund Rath der Statt Schweinfurt Bekhennen vund thun Kundt offenlieh mit dysem brief gen allermännigklich, das wir mit guttem Wyssen und bedenkhung der geschwinden Leuff und theuren Zeitt vund miss Jare, vund auch uff sonderlich vleyssig pitt und anhaltten, des Beschaidenn Schmul Juden, der nun etlich Jar, bey unss in unserer Statt Schweinfurt In einem sonderlichen geding mit Abraham und Jacoben, seinen Sonen und Eydam, mit Iren haussfrauwen, Khindern, gesynds und anderen Judens-Personen, heussliclien gewont hatt, Und solche sein angedingte Jarr sich uff nächst künftige pfingsten diss dreivundfünfftzigsten Jars, enden werden, In den genantten Schmul Juden mit seinem Son vund Eydam obgenanntt und darzu Salomon Juden, auch seinen Eydam, wiederum!) noch Fünpf Jar die nächsten als von genielten pfingsten diss dreivundfünpftzigsten Jars, an biss uff pfingsten anno m) des Achtund Fünfftzigsten, Ir jeder mit seinem weib, khündern, einem Knecht und einer Maydt und nit mehr, allein das Schmul darzu einen Schulmeister der seine khünder lernt, haltten mag, bey unss zu wonen, angenommen, vund zuegesaget haben, Auch vergont unsere Behaussung, So man die Judenschuel pflegt zu nennen, zu besitzen, doch das er Schmul Jude, die In nottürfitigen Bewen uf bösserung uff seinen Costen haltten, vund unsern vnnd gemainer Statt verordneten Bawmaistern, den gewonlichen Zinss darauss, Nämlich vier Gulden Järlich geben und entrichten soll, und ob er Schmul Jud In den künfftigen Fünff Jarren, ferner noch ein khündt hingeben, und verhaurratten würde, Soll er macht haben, dasselbig ein Jarlang vnd nicht länger bei Ime In seiner behausung zuhaben und haltten, welches Ime In dysem geding nachgeben vnd zugelassen sein soll, wo aber er dasselbig, nach aussgang eines Jars lenger bei Ime behaltten woltte, Soll er sich In sonderhaitt darumb mit unss vertragen, Und haben darauff, Sie die genantten Juden, In unsere schütz und schirm, als andere unsere mitbürger, Solche fünff* Jare, bey den hernach geschribenen Freyungen nach unserm bösten vermugen, zuhandt haben, auff vund Angenommen, doch das Sie die obgenannte Juden, sich solche funff Jar haltten vnd nit anderst handeln sollen, den wie hernach volgt, Als nämlich das Sie die Ersten dreie Jare und nit lenger als von pfingsten

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