Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 177

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 177)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486273--1303-3487665
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

54 so müssten sie Kissling eben eine Frist für die Zahlung gewähren. Die Schuld selber wurde weder bestritten noch für zu hoch befunden, noch wurde der Vorwurf des Wuchers erhoben. Auch bei der Forderung eines im übrigen schlecht beleumundeten Bürgers Loeber in Gochsheim, der den Bischof um Intervention angeht, da er nicht zahlen kann, wird ohne alle Schwierigkeit durch den Vogt Hans Reucknur in Mainberg eine Regelung erzielt, wie dieser in dem oben erwähnten Schreiben vom 3. März 1581 dem Bischof berichtet. Durch die rücksichtslose Energie des Bischofs wurde also endlich der Wunsch des Rats von Schweinfurt nach Austreibung der Juden aus Gochsheim erfüllt. Während indessen die Fernhaltung der Juden von Schweinfurt bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts währte1), können die Juden von Gochsheim nicht lange ausgeschlossen geblieben sein, wie wir an anderer Stelle naeligewiesen haben2). ’) Vgl. S. Stein a. a. 0. S. 53. -) Vgl. a. a. O. S. 48.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.