Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 374)
- Language
- German
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שמיני עצרת ebenso verfahren, wo trotz des ברכת הבשם zu Mussaph das Schacharith kalirische Pijutira aufweist, und hätte diese auf שמחת תורה verlegt, wenn nicht dieser Tag durch besondere Gesänge und Ausdehnung des קה׳ית schon reichlich in Anspruch genommen gewesen wäre. Diesen so klaren Argumenten möchte ich nur noch folgendes hinzufügen. Wenn die Kalirische Dichtung, die ohne Zweifel ursprünglich für den ersten Tag gedichtet war, — denn es ist doch nicht abzusehen, warum Kalir den ersten Tag übergangen und nur den zweiten Tag berücksichtigt haben sollte, — den Vers enthält בבן זכרון שור אד.נ בזה מועד, שור או כשב או עז להיות לי לעד, so ist dies der deutlichste Hinweis dafür, dass der Dichter weder aus Deutschland noch aus Italien war. In alten Zeiten wurde שור או כשב am ersten resp. auch am zweiten Feiertage des Pesach verlesen, erst am ersten Tage חוה״מ las man משכו und für die הוה״מ- Tage galt das Zeichen מאפ״ו. Spät erst, zur Zeit Abajes, las man am ersten Tage משכו und man folgte den Merkworten *משך, תורא ובו. Nun ist es wohl denkbar, dass in manchen Gegenden Palästinas der ursprüngliche Gebrauch in der Thora-Vorlesung sich auch bis in die Zeit Kalirs hinein erhalten hat.