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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 371

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 371)
Language
German
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308 wie auch das dreimalige ארץ (Jer. 22, 29.) statt des einmaligen steht; בדוכתא heisst also ״anstatt“, und, was Raschiund Ran als Erklärung für עיטור לשון geben, Prägnanz und stilistische Schönheit, ist nach dem Verfasser hierdurch מקרא סופרים gegeben, denn für עיטור hat er eine andere Erklärung. S. 290. Zu dem Material, das der Herausgeber Note קצ״ה über die strittige Frage, ob Moses am Sabbath Nachmittage gestorben sei, anführt, sei noch auf אור זרוע הלכות מוצאי שבת סי׳ פ״ט hingewiesen, der die Frage auf Grund einer Berechnung der Zeitdifferenz vom Tode Moses’ bis zur Eroberung Jerichos verneint. Interessant ist die Bemerkung des Verfassers des ס׳ העתים dafür, dass man in Erinnerung an Moses’ Tod die Aboth am Sabbath zn Mincha lese, weil sie mit משה קבל beginnen. Wir haben bereits in der Besprechung des ersten Teils (Jahrbuch I.) auf die Schärfe hingewiesen, mit welcher der Verf. gegen jede Handlung oder Unterlassung auftritt, welche die geringste Aehnlichkeit mit karäischem Gebrauch haben könnte. Diesem Verfahren begegnen wir auch hier. Er warnt vor Er- Weiterung des Tages-Kiddusch am Sabbath durch Hinzufügung von Lobeserhebungen; das sei karäische Art, die an den Segensformeln der Weisen etwas ändern, um ihnen dadurch ihre Opposition zu beweisen. Das ס׳ העתים aus seinem langen Schlafe geweckt zu haben, ist ein hervorragendes Verdienst des Vereins ״Mekize Nirdamim“ und es für den Gebrauch handlich gemacht zu haben, das des gelehrten und scharfsinnigen Herausgebers Jacob Schor. Dass der Commentar zu sehr angewachsen ist, haben wir schon bei der ersten Besprechung hervorgehoben, er erdrückt zuweilen den Text, und das ist schade, und zwar in erster Linie schade für den Commentar selbst. Hier sind so viele geistreiche und tiefgründige Auseinandersetzungen, die sich oft zu kleinen Abhandlungen erweitern, welche des Studiums wert sind und die aufmerksamer würden gelesen werden, wenn sie als selbständige Abhandlungen oder Erörterungen in einem besonderen Buche dem Publikum vorgelegt worden wären, die aber jetzt alsAnhängsel zu einem andern Werke wahrscheinlich zum grössten Teile werden ungelesen bleiben. Wir bedauern dieses sehr. Um aber das lesende Publikum zu veranlassen, an den grösseren

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