Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 363)
- Language
- German
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300 Kolons עיי אחים מזרע ישראל בד ברוך könnten fast Anlass zur Vermutung geben, als sei Cornelio getauft gewesen, wollte aber durch seine jüdische Abkunft als zu seinem Berufe geeignet sich darstellen (S. den Artikel ״Jüdische Typographie“ bei Ersch und Gruber S. 44.) Rabbinovicz in seiner hebräisch geschriebenen Abhandlung über den Druck des Talmuds S. 34 weist eine solche Verdächtigung mit Entschiedenheit zurück. Auch Perles in seinen Beiträgen widerlegt die Vermutung eines Uebertritts zum Christentume. Würden schon die christlichen Drucker Bömberg, Zuane de Farri, Justinian u. a. bei den talmudischen Druckwerken einen Apostaten als Correktor anzustellen nicht Anstand genommen haben, so kann man doch dieses von dem berühmten Josua Boas nicht behaupten, der ebenfalls Adelkind bei der Veranstaltung seiner Talmudausgabe Sabionetta (bei Foa 1553) zur Mithülfe herangezogen hat. Ausserdem schreibt sich Cornelio bis zum Jahre 1554 meistens לבית לוי, was er als Getaufter nicht getan hätte. Jene Worte sollen daher nichts anderes besagen als: Israel war mein Name in meiner Jugend, wofür man mich später mit dem bürgerlichen Namen Cornelio benannte. Die Schreibung קרניאל für Cornelio, wie sie sich einige male bei ihm findet, ist der hebräischen Form wie גבריאל angepasst. Im מליצה למשכיל, auch משלי עפר betitelt, wird קורנייליו ausdrücklich ישראלי genannt.1) Seinen Ruhm verkündet der Correktor Jesaja2) b. Elasar Parnass מבני הגרשוד am Schlüsse des Wörterbuches von Kimchi v. J. 1529 in folgenden Ausdrücken : . הנעלה נאמן ביתו הבקי במלאכת הדפוס לחשוב מחשבות חדשים מקרוב באו אשר שמו נודע בשערים מזכה את הרבים זורע צדקה וקוצר לפי הסד קרניאל בכ״ר ברוך אדיל קינד והוא צוד, לי אחי. Adelkind scheint den Druck in Quadratschrift bei rabbinischen Büchern eingeführt zu haben; denn Chija Meir und Jacob b. Chajim in den Jahren 1519—1527 drucken in rabbinischer Schrift. Sein Sohn hiess Daniel, wie er sich als Correktor 1552 auf dem Titelblatt des Buches לכל חפץ zeichnet, als wenn der *) S. weiteres hier am Schlüsse. Derselbe ohne Erwähnung des Adelkind im Aruch v. |. 1531, nennt sich später als Getaufter Johann Franz Parnas, s. Perles, Beiträge S. 155.