Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 342)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3486266-3486271--1087-3487448- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
279 Quartformat und stammt wohl aus dem Anfänge des 16. Jahrhunderts. Die Petersburger Handschrift hat Folioformat (32 Blatt) und ist an vielen Stellen defekt, sie trägt vorn den Vermerk נעתק מנ״י המחבר נש׳ הרמ״ה, ist also 1485 geschrieben. Das Werk trägt keinen Titel, jedoch ergibt sich aus einer Stelle des Vorwortes des Verfassers, welche lautet: והקדמתי ספר החשבון לספר המתת, für das erste Buch, die Arithmetik, der Titel ספר החשבון, für das zweite, die Geometrie, ספר המתת. Diese Reihenfolge der Bücher begründet Comtino durch den Hinweis auf einen Ausspruch des Nikomachus von Gerasa (נקומכוס הגהרשיני) in seiner ״Arithmetik“ («£!!>,«*,****; eigaywyr, um 100 n. d. g. Z.). Jedes der beiden Bücher hat 4 Teile (הלקים), welche wieder in Abschitte (פרקים) geteilt sind. I. Arithmetik. Die 4 Teile der xArithmetik behandeln: 1. Addition und Subtraktion; 2. Multiplikation; 3. Division und Summation (von Zahlenreihen); 4. Proportionen und in einem Anhänge die Rechnung mit Brüchen. Während viele Vorgänger Comtinos, u. a. auch Abraham ihn Esra in seinem ספר המספר, mit der Multiplikation beginnen, stellt Comtino die A d d i t i 0 n an den Anfang und begründet dies damit, dass es die einfachste Rechnungsart sei. Comtino lehrt zunächst die Formen und den Gebrauch der 9 indischen Ziffern und der Null, deren Namen in verschiedenen Sprachen er angibt (arabisch ״sifra“, griechisch jnw=ot?tf«V); hebräisch nennt er sie nach ihrer Form 1גלגל) (Rad). Er gibt sodann die Einteilung der Zahlen in Einer (אחדים), Zehner (עשרות), u. s. w. und zeigt, wie die Addition ganzer Zahlen (לקבץ מספר עם מספר) auszuführen ist. Ergeben sich bei der Addition mehrstelliger Zahlen an einer Stelle Dekaden, welche in der nächsthöheren Stelle hinzuzurechnen sind, so deutet er die zu behal- 1) Denselben Namen gibt ihr Abraham ibn Esra (ספר המספר, herausgegeben von Silberberg, Frankfurt a. M. 1895, S. 3). Vgl. ebenda S. 95 An״ merkung 22.