Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 297)
- Language
- German
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JU ausSch wabach, als Gattin heimgeführt hatte, ums Jahr 1764 als Rabbinatsassessor in seinem Heimatsorte Fürth angestellt. Später übernahm er das Rabbinat der Gemeinden Baiersdorf und Bayreuth1), im Jahre 1783 jenes in Mainz und Ende 1799 wurde er als Oberrabbiner der Dreigemeinden Altona- Hamburg-Wandsbeck angestellt, wo R. Rafael Kohn sein Vorgänger war. Dieser kam ihm mit grosser Herzlichkeit entgegen und freute sich sehr, einen so würdigen Gelehrten als Nachfolger im Amte begrüssen zu können2). Dort starb Chajim Hirsch Berliner am 3. Adar II (7. März) 1802 und wurde unter grossen Ehrenbezeugungen tags darauf in Altona zur Erde bestattet 3). Chajim Hirsch Berliner, der bei einer lebensgefährlichen Erkrankung noch den Namen Noach erhielt, starb kinderlos. Er verfasste folgende Werke : 1. עצי אלמוגים (Sulzbach 1779), ein Kommentar zu den Vor- Schriften des Ritualkodex Orach Chajim über Händewaschen, über ערובי חצרות und über שניות לעריות. 2. 4עצי ארזים) (Fürth 1790), ein ausführlicher Kommentar zum Ritualkodex Eben Haeser. 3. מעין החכמה (Rödelheim 1804), enthält die 613 Gebote in Versen nebst Kommentar in 365 Abschnitten; nach dem Tode des Verfassers, der noch die Hälfte des Druckes einsah, von seinem Bruder Löb Berlin in Kassel herdes |oseph Hamei in Frankfurt a.M. (vgl. Vorwort zu תולדות אברהם) und Enkelin der Glückei Hameln. 0 Bayreuth wird hebräisch durch ברייט bezeichnet, was Grunwald (Hamburgs deutsche Juden S. 86) mit Marktbreit verwechselt; im Cat. Bodl. No. 4800 steht ״Feuersdorf und Breit“. 2) Vgl. זכר צ׳־יק letzten Teil S. 20. 3) Vgl. Dukes אוד. רמושב p. 74; ein Trauergedicht auf den Tod des R. Chajim Hirsch verfasste Abraham Isak b. Joseph Jessel aus B r i s k unter dem Titel ארבע כוסות (Altona 1802). 4) Ueber die Wahl dieses Titels spricht sich der Verfasser im Vor״ wort aus und verweist auf die Stelle im Tract. Sabbath (fol. 118b), wo von R. Jose erzählt wird, dass er seine fünf Söhne mit fünf Zedern verglich, die er gepflanzt habe. Die Annahme, dass R. Chajim Hirsch hiermit auf seine eigenen fünf Werke hinweise (vgl. Salfeld a. a. O. p. 67), ist sehr un״ wahrscheinlich und liegt nicht in den Worten des Verfassers.