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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 296

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 296)
Language
German
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233 len zum Talmud, besonders zu den Traktaten ביצה und כתובות; ferner Deraschot, Abhandlungen und־ Rechtsgutachten. Als besondere Eigenart seiner Schrifterklärungen 1wird hervorgehoben, dass er stets bestrebt war, den König David zu verteidigen. 20. Chajim Hirsch Berliner (1783—1799) wurde am 8. Juni 1783 als Rabbiner in Mainz gewählt und nach einer vor einer Regierungskommission erstandenen Prüfung durch Dekret des Kurfürsten Friedrich Karl d. d. Mainz 9. Fehruar 1784 als ״Stadt- und Landrabbiner für alle Kurlande, mit Ausnahme von Erfurt und dem Eichsfeld“ bestätigt (Schaab 1. c. S. 405). Im Mai 1784 erhielt er von der Kurfürstlichen Regierung einen Geleitbrief, um den Judenlandtag in Asch affenbürg abzuhalten (das. S. 411). Chajim Hirsch Berliner war 1737 in Fürth geboren, wo sein Vater Maier Berlin!) als Landparnes des fränkischen Kreises, sowie als Bankier und Hofmünzlieferant eine geachtete Stellung einnahm. Seinem Ansehen war es zuzuschreiben, dass er 170צ, als man im siebenjährigen Krieg eine bedeutende Kontribution von der israelitischen Gemeinde verlangte, gemeinschaftlich mit dem Vorsteher Bendit Hamburg als Geissei nach Berlin geschleppt und dort solange gefangen gehalten wurde, bis der grösste Teil der Kontribution bezahlt war 2). Maier Berlin war nicht nur im Bankwesen, sondern auch im Talmud sehr bewandert und liess es sich angelegen sein, seinem Sohn Chajim Hirsch, sowie dem jüngeren SohnLöb3) eine gediegene Erziehung zuteil werden zu lassen. Chajim Hirsch wurde, nachdem er Ela, die Witwe des Oberrats Levi von Karlsruhe4) und Tochter des Elias Bär Nathan5) 0 Dessen Vater, Samuel Halberstadt, war Rabbinatsassessor in Berlin, weshalb sein Sohn den Familiennamen Berlin annahm. 2) Vgl. Henle, Geschichte der Juden im ehemaligen Fürstentum Ansbach, S. 154; Geiger, Zeitschrift für Gesch. der Juden in Deutschland, 1889 S. 89 n. 1. 3) Löb Berlin, 1738 in Fürth geboren, wurde später Rabbiner in Bamberg (1789—1794) und Kassel (1794—1814), wo er am 21. Mai 1814 starb; vgl. Eckstein 1. c. S. 176; Nachträge S. 42; Hildesheimer-Jubel- Schrift S. 72. 4) Vgl. Eckstein, Nachträge, S. 5. 5) Elias Bär war ein Enkel des berühmten Oberrabbiners Abraham Brod; seine Frau Fradche, die 1770 in Schwabach starb, war die Tochter

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