Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 294)
- Language
- German
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231 Simon) in D ü s s e 1 d 0 r f, st. 1800; Rechel*) st. 1747; Lea Chaja st. 1772 in Kirchhain; Ruchama (vgl. Bamberger 1. c. S. 24 n.). Ueber den literarischen Nachlass des R. Mosche Brandeis, von dem nichts gedruckt ist, vgl. Freimann, אגרת מחלת p. XIII. Approbationen von ihm finden sich zu השן משפט ,(1738) בית דוד ed. Homburg (1741), 1742) קרבן אהרן). 19. David (Tewele) Scheuer (17684782) wurde als Sohn des Rabbi Michel Scheuer 1711 in Frankfurt a. M. geboren. Dort genoss er den Unterricht des Rabbi Jakob Kohn Popers (שב יעקב) und wurde später in seiner Geburtsstadt als Rabinatsassessor angestellt, in welcher Eigenschaft er dem Rabbinatskollegium unter R. Jakob Josua Falk (פני יהושע) ange־ hörte. Nachdem er die ihm angetragenen Rabbinatsstellen in Hagenau und Hannover ausgeschlagen hatte, übernahm er 1749 jene in Bamberg, wo sein Schwiegervater Nathan Utiz vor zwei Dezennien gewirkt hatte * 2 3). Trotz segensreicher Tätigkeit, die er entfaltete, und vielfacher Ehren, die er genoss, wurde ihm die Stelle durch Angebereien eines Apostaten verleidet. Er verliess 1767 Bamberg, schlug das ihm angetragene Rabbinatin Berlin aus und übernahm 1768 jenes in Mainz, wo er nahezu 15 Jahre lernend und lehrend einen sehr befriedigenden Wirkungskreis fand. Im Alter von 71 Jahren ging er am 22. Tisehri (30. September) 1782 in die Ewigkeit ein. Der Ruf seiner Gelehrsamkeit, drang soweit, dass er zum Nasi von Jerusalem ernannt wurde. In Bamberg gelang es ihm, als Schiedsrichter zwischen der Stifstsjudenschaft und den ritterschaftlichen Juden einen langwieriegen Streit zu beendigen8). Über eine Erbschafts־ frage berichtet er in Mainz an die Kurfürstliche Landesregie־ *) Ihr erster Gatte Simon Duschenes in Pi* a g, Enkel des שבות יעקב, st. dort 1742 (Hock S. 78; Kaufmann, Samson Wertheimer, p. 96 n. 1, wo fälschlich 1752 steht), ln zweiter Ehe war Rechel mit Lob Gelnhausen verheiratet. 2) Vgl. Eckstein, Gesch. der Juden im ehemaligen Fürstbistum Bamberg, S. 173; vgl. auch die Einleitung zu ביאוד מ6ת ד.ד.גק von Samson Kalir (Frankfurt a. 0. 1761). 3) Eckstein 1. c. S. 79.