Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 293)
- Language
- German
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28Ö der Nachfolger seines Vaters in B u n z 1 a u und starb mit ihm am gleichen Tage 1). Der zweite Sohn, Simon, der 1733 kurz vor der Abreise seines Vaters in Bunzlau im 20. Lebensjahre starb, war mit der Tochter des R. Jonatan Eibeschütz verlobt; Vater und Schwiegervater hielten Leichenreden 2). Der dritte Sohn, Gabriel, Beisitzer im Rabbinat von Prag, wurde 1744 bei der Plünderung der prager Judenstadt durch Panduren ermordet3). Der vierte Sohn, Abigdor Zbi, starb Ende 1746 vor Vollendung des 14. Lebensjahres. Der fünfte Sohn ist der obengenannte Jakob Brandeis, der 20 Jahre den Rabbinerposten in Darmstadt bekleidete und von da als Rabbiner von Hamm, Jülich und Berg nach Düsseldorf berufen wurde, wo er 1774 das Zeitliche segnete 4). Von Töchtern des R. Mosche Brandeis werden vier genannt: Gütele, Gattin des Abraham David (Sohn des Rabbiners l) Bezalel ist Verfasser des 0' צידד. בחך (Prag 1786 von seinem Sohn Baruch )ehuda herausgegeben) und des אגרת מחלת (ed. Freimann im קובץ על יד Bd. VIII); seine erste Frau war die Tochter des R. Jakob מג״ש (von Nikolsburg); seine zweite Frau Malka, Tochter des angesehenen und gelehrten Salomon Levi ל״ש in Prag, st- 1782 (Hock S. 58); von seinen Söhnen werden genannt: Joel (st. 1749, das. S. 57), Abigdor Zbi (אגרת מחלת p. XIV) und der oben er׳ wähnte Baruch Jehuda, Verf. von לשח חכמים (Prag 1815). Ein Schwiegersohn Bezalels, Zbi Hirsch Jeiteles, starb 1784 in Prag (Hock S. 169). Als Geburts׳ jahr Bezalels bezeichnet Freimann (1. c. p. XIII) 1707 und nennt Bunzlau als Geburtsort. Da jedoch sein Vater Mosche erst 1717 das Rabbinat Bunzlau antrat, so scheint eher die Annahme Grünwalds (vgl. das. n. 6) richtig zu sein. Auch die Zeit des Amtsantritts in Mainz ist nicht 1743, wie Freimann (das. S. XIV) annimmt und unrichtige Folgerungen daraus zieht, sondern 1733. 2) Vgl. mittleres Memorbuch von Mainz No. 656; Mtschr. 37,385. s) Literaturnachweise in אגרת מחלת p. 46; vgl. das. S. 58. Als Sohne Gabriels finde ich im Mainzer Memorbuch einen Simon (st. 1796) und bei Hock S. 58 einen Joel verzeichnet. 4) Seine erste Frau Chaja, mit der R. Jakob 1726 sich verehelichte, war eine Tochter des Abraham Schneior, der in Fürth ein Lehrhaus gründete; sie starb 1753 als Wöchnerin in Darm Stadt. Die zweite Frau war Rebecka aus der Familie Reinganum in Mannheim (vgl. über diese Familie meine Kurpfalz S. 173). Söhne des Jakob Brandeis waren Simon, Beglaubter in Fürth (dessen Sohn Abraham 1819 als Rabbiner in Bingen starb) und der Vorbeter Sender, gest. 1802 in Mainz.