Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 290)
- Language
- German
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227 3. Februar 1718) das Landesrabbinat von Mähren mit dem Sitze in Nikolsburg (vgl. Kaufmann, Samson Wertheimer S. 90 ff.) und nach dem Tode seines Schwiegervaters (1724) das Landesrabbinat von Ungarn und auch das Rabbinat in Mainz noch verwaltete 0• Sein Leben beschloss er in Wien am 26. Adar I (2. März) 1753 (Frankl, Inschriften Nr. 424); seine erste Frau, Rebecka Chawa, Tochter des Samson Wertheimer, die er 1706 heiratete, starb 1749 in Wien (das. Nr. 690); dort starb auch wenige Monate vor ihrem Vater dessen Tochter Esther (das. Nr. 691). Sein nachgeborener Sohn aus zweiter Ehe, der später als Bernhard Freiherr von Eskeles eine hervorragende Rolle spielte, starb 1839 in Wien (vgl. Kaufmann, 1. c. S. 94 n. 1). 16. Isak Seckel Ethausen (1723 -1729), ein Verwandter des Isachar Berusch, war dessen zeitweiliger Stellvertreter und Nachfolger. Er war vorher Rabbiner in Schnaittach, Marktbreit und Aschaffenburg; an diesem Orte stand er unter dem oben genannten Landesrabbiner (vgl. Bamberger ibid. p. 19). Im Jahre 1723 wurde er nach Mainz berufen (Urkunde bei SchaabS. 290) und blieb dort 6 Jahre. 1730 übernahm er das Rabbinat in Pfersee, wo er 33 Jähre^amtierte und 1763 starb. Über ihn und seinen Sohn Löb, den Herausgeber des von seinem Vater verfassten אור נעלם mit אור לו בצירן, vgl. meine Kurpfalz S. 244 n. 3 und meine Blätter für jüdische Geschichte und Lit. I, 41* 2). 0 So zeichnet er 1720 die mährischen Statuten bei einer Delegierten- Versammlung in Butschowitz (vgl. Wolf שי״א תקנות S. 146; Steinschneider, Hebr. Bibi. VI, 44) als Rabbiner von Nikolsburg und Mainz; noch 1729 erteilt er eine Approbation zu ס׳ בית לחם יהודה (Zolkiew 1733) als Rabbiner von Mähren, Ungarn und Mainz; ferner approbierte er 1720 das ס׳ שיטה מקובצת auf ב״מ (Amsterdam 1721) und 1747 das ס׳ תבנית אוד יוסף (Frankfurt a. O. 1752). 2) Zu den dort mitgeteilten Approbationen seien hier noch ergänzend hinzugefügt jene zu 1759) אשלי רברבי ,(1747) צבי קודש ,(1729) באר יצחק) und הרבי משה (1759). Das in meinen Blättern 1. c. von mir angegebene Sterbejahr 1765 stellt sich jetzt als unrichtig heraus, nachdem ich einer handschriftlichen Notiz entnommen habe, dass Ethausen schon 1763 verstorben* ist. Ein Brief von Joseph, dem Sohne des Löb Wertheim und Enkel des Hoffaktors Samson Wertheimer, den ich im Original einzusehen Gelegenheit hatte, enthält die Mitteilung, dass er (der Schreiber des Briefes) eine Schuldurkunde des Rabbiners Ethausen im Nachlasse seines Vaters vorgefunden habe, wonach