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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 289

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 289)
Language
German
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226 Fano; das andere ist זרע יהודה betitelt (Offenbach 1720), ein Kommentar zur Pesach-Hagadah, von seinem Schüler Jehuda Löb Wetzlar, dem Neffen seiner Gattin, herausgegeben. Nicht gedruckt wurde das als Msc. vollendete Werk עבודת הקדש, ein Kommentar zum ס קדשים (vgl. Vorwort zu זרע יהודה). R. Löb approbierte 1688 עבודת בורא (Berlin 1700), 1711 das Buch שערי תפלה (Jessnitz 1725) und im gleichen Jahre שדת רמ״א (Hanau 1711). Auch schrieb er ein hebräisches Vorwort zu der bei Wust (Frankfurt a. M. 1677) erschienenen Clodius’schen Bibel, für die er als Korrektor angestellt war 1). Ein interessantes Gutachten von ihm findet sich in שדת שב יעקב I No. 41 aus dem Jahre 1710 2). — Seine Frau Rechlin, die an den wissenschaftlichen Bestrebungen ihres Gatten lebhaft teilnahm, war die Tochter des R. Aberle (Abraham) Oettingen; sie verkaufte ihre Schmucksachen, um ihrem Gatten die Druckkosten für sein Buch יד יהודה zu beschaffen (vgl. Vorwort zu זרע יהודה). 15. Isachar Berusch (Bernhard Gabriel, Bernhard Eskeles) (1716—1723), vermutlich der Nachfolger3) des R. Löb b. Simon. Vorher bekleidete er die Rabbinatsstellen in Kremsier und Prosnitz. Als Landesrabbiner von Mainz bestätigte er 1718 die Satzungen der Beerdigungsbruderschaft in Aschaffenburg (vgl. Bamberger 1. c. S. 18). Im gleichen Jahre siedelte er nach Wien über in das Geschäft seines Schwiegervaters, des bekannten Oberhoffaktors Samson Wertheimer, und blieb dort, während er gleichzeitig auch nach dem Tode seines Vaters Gabriel Eskeles (st. *) Die Identität wird im Cat. Bodl. No. 5777 mit Unrecht bestritten; vgl. ibid. No. 589 a; vgl. auch Zeitschrift der deutschen morgenländ. Gesell״ Schaft 45, 493 ff. *) Der Verfasser, R. Jakob Kohn Popers, nennt unseren R. Loeb ״eine Ehre des Zeitalters, dem die Geheimnisse der Thora offenbart sind“; vgl. dagegen Grätz (Geschichte X, 360), für den R. Löb weiter nichts ist als ״ein närrischer Mensch”. *) Carmoly a. a. O. nennt zwar Säckel Emanuel als Nachfolger; allein dieser Säckel Emanuel ist kein anderer, als der von Carmoly unter No. 14 genannte Säckel Ethausen, dessen Vater Menachem (Emanuel) hiess. Carmoly bezeichnet 1721 als das Jahr, in welchem R. Berusch das Mainzer Rabbinat antrat, während aus seiner Approbation zu קול הדמ״ז (Amsterdam 1719) ersichtlich ist, dass er schon 1717 Rabbiner in Mainz war♦

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