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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 288

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 288)
Language
German
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225 dann jene in Mainz1), und zuletzt amtierte er als Rabbiner von Hessen in W Ft z e n h a u s e n 2) (1687—1707). Er starb in Frankfurt a. M. am 25. Ab (27. August) 1712 (Grab- Schrift No. 1614); dort starb auch sein junger und gelehrter Sohn Alexander aus Hamburg a. 1714 (Grabschrift No. 1646). 14. Lob b. Simon (1687—1714), auch ß. Löb Enosch und Dr. Leo Simon genannt, war gleichfalls aus Frankfurt a. M. gebürtig. Neben den Fach- Studien für das Rabinat beschäftigte er sich mit philosophischen und medizinischen Studien, Mathematik und Naturwissenschaften. Nachdem er in P a d u a den medizinischen Doktorgrad erlangt und einige Zeit in seiner Vaterstadt als Arzt und Rabbinatsassessor fungiert hatte, wurde er 1687 als Oberrabbiner nach Mainz berufen, wo er 27 Jahre wirkte und am 13/14. Tammus (26/27. Juni) 1714 zu seinen Vätern einging3). Das Mainzer und Frankfurter Memorbuch 4) rühmen seine hervorragenden Kenntnisse, seine Fürsorge für Witwen und Waisen, sowie besonders sein erfolgreiches Eintreten bei den höchsten Personlichkeiten zugunsten seiner Glaubensbrüder. Am 23. Januar 1709 stellt er ein Zeugnis darüber aus, wie nach jüdischem Gesetz derjenige, der sich im Bann befindet, zu behandeln sei (Schaab 1. c. S. 274). Er verfasste verschiedene Werke, von denen jedoch nur zwei im Druck erschienen sind. Das erste heisst יד יהודה (Frankfurt a. M. 1698) und enthält einen Kornmentar zu 5 Abschnitten des Buches עשרה מאמרות von Asarja da 1) Es ist mir unzweifelhaft, dass R. Wolf Traub zuerst in Würzburg und dann in Mainz war und dass die entgegenstehende Ansicht (die bei Carmoly und auch in Michaels אור החיים No. 586 sich vorfindet) auf Irrtum beruht, der durch die unrichtige Ueberschrift in ש״ות חות יאיר p. 234b entstanden ist; auch aus *אמונת שמואל No. 40 ist deutlich zu ersehen, dass Traub 1670 in Heidingsfeld war; vgl. auch Brüll, Centralanzeiger, S. 80 mit widersprechenden Angaben. 2) Vgl. RGA אבן השהם Nr. 58; זהב שיבה (Fürth 1692), wo S. 112 eine Bemerkung von ihm sich findet, die er als Rabbiner von Witzenhausen unterzeichnet; vgl. auch Hildesheimer-Jubelschrift p. 72. 8) Nach einer Notiz Carmolys (Msc. der Frankfurter Stadtbibliothek) wurde er in der Nähe des Grabes von R. Schimon Hagadol bestattet. Brüll (Jahrb. VH, 168) hat den Todestag unrichtig angegeben. •) Vgl. Horovitz, Frankfurter Rabbinen, II, 104. 15

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