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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 286

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 286)
Language
German
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1־ 223 9. Jakob Simon, Sohn des R. Mosche ßunems (1662—1668). Er war, laut Eintrag im Hanauer Meraorbuch1), als Gemeindevorstand und Schtadlan in Prag tätig, wo er sich um die Gesamtheit grosse Verdienste erwarb. Von dort übernahm er das Rabbinat in Mainz und blieb hier 6 Jahre2). 1668 wurde er als Rabbiner nach Worms berufen; er lehnte jedoch die Wahl ab und zog die Rabbinatsstelle in Hanau vor, wo er bis zu seinem Tode verblieb; er starb dort am 21. Adar I (23. Februar) 1677. Seine Gattin Edel, Tochter des Mosche Ulmo (auch Mosche Augsburg genannt) aus Pfersee, starb einige Jahre später; seine Tochter Freudlin starb als Gattin des Mosche Hahn in Frankfurt; seine Tochter Schönle, Gattin des R. Isak Bunems, starb 1727 in Prag3). 10. Jakob aus Ostrogh war RabbinatsstellVertreter in Mainz (1668—1675); sein gelehrte!* Sohn Zbi Hirsch, der 1674 in Hanau starb, veröffentlichte als Talmudlehrer in Gissigheim unter dem Titel דרוש נאה eine talmudische Abhandlung über Baba mezia fol. 110 (Wilhermsdorf 1670 —1684)4). 11. Samuel,~Sohn des R. Chanoch (1675—1676) war ein grosser Gelehrter, der sich auch mit Kabbala beschäftigte; er war zuerst Dajan in Lublin bekleidete alsdann verschiedene Rabbinat sstellen und zuletzt jene in Mainz, wo er in der Nacht des 8. Elul (16/17. August) 1G76 5) starb und mit grossen Ehren am folgenden Tag begraben wurde. Er ist Verfasser von 0 Vgl. Abschrift des Eintrags bei Bamberger, Historische Berichte über die Juden der Stadt und des ehemaligen Fürstentums Aschaffenburg, S. 7 n. 1. 2) 1663 unterzeichnet er hier ein Statut der Chewra Kadischa (Msc. bei Rabbiner Bondi in Mainz); 1667 unterschreibt er mit zwei Vorgängern einen Beschluss, der den vielfachen Klagen der Juden bei der Obrigkeit vorbeugen soll; vgl. Schaab a. a. O. p. 234. 3) Vgl. meine Blätter II, 49 No. 76. 4) Vgl. Cat. Bodl. No. 7423; Berliner-Jubelschrift p. 104 No. 29. 5) So lautet der Eintrag im Mainzer Memorbuch; 1678 bei Carmoly ist falsch.

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