Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 285)
- Language
- German
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222 6. Nathan, Sohn des Isak Jakob Bonn! aus Frankfurt a. M. (1644—1650). Nachdem er in K 0 11 i n und in Metz Rabbinatsfunktionen bekleidet hatte, übernahm er 1644 die Rabinerstelle in Mainz. Hier approbierte er 1647 das kabbalistische עמק המלך von Naftali Herz Bacharach und 1648 das ס׳ עשרה מאמרות von Menachem Asarja da Fano. Im Jahre 1650 verliess er Mainz, um das Rabbinat Hammelbürg zu übernehmen. Dort gab er 1652 das שכחת לקט ,D heraus, das Nachträge zum ילקוט ראובני enthält!). 7. Saul Juda, Sohn des Mosche Naftali, aus Frankfurt a. M. (1650—1656). Nachdem er einige Jahre in seiner Geburtsstadt die Stelle eines Rabbinatsassessors bekleidet hatte, wurde er als Rabbiner nach Metz* 2) und von hier 1650 auf den Rabbinatssitz in Mainz berufen. Nach sechsjähriger Amtstätigkeit starb er hier am 24. Tischri (12. Oktober) 1656; im April 1658 starb auch hier seine Frau Noemi Hindien, die Tochter des Isai Mosche aus der Familie des R. Salomon Parnes von Metz; deren Tochter Hendlin starb 1651 als Wöchnerin. Der Nachfolger im Rabbinat von Mainz, dessen Namen und Lebensgeschichte Carmoly nicht feststellen konnte, war vermutlich 8. R. Jair Chajim Bacharach, der als 22jähriger Jüngling hierher berufen wurde, um nach dem Ableben Saul Judas die Stellvertretung zu übernehmen3). Er blieb hier bis zum Jahre 166t, wo er nach Worms in sein Elternhaus zurückkehrte. *) Vgl. Zunz, zur Gesch. und Lit., S. 301 No. 256; Cat. Roest Anhang No. 717, wo Hammelburg statt Hamburg zu lesen ist, während No. 2112 das Richtige hat; der gleiche Fehler findet sich auch im Cat. Bodl. No. 6624 und hiernach bei Grunwald, Hamburgs deutsche Juden, S. 179 (vgl. meine Besprechung in meinen Blättern für jüd. Gesch. und Lit., V, 128). Ueber den Druckort von שכחת לקט vgl. Freimann und Brody, Zeitschrift für hebr. Bibi. 1902, S. 60. 2) Ein von ihm 1645 in Metz unterzeichnetes Aktenstück wurde in der Revue 19,130 veröffentlicht. *) Auf seinem Leichenstein (Levysohn ג<!שות צדיקים S. 72) wird er als Rabbiner von Mainz bezeichnet; vgl. auch Kaufmann, Jair Chajim Bacharach, S. 42,