Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 283)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3486266-3486271--1028-3487389- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Hanau 1× ep/1047937
- Mosbach 1× ep/1045224
OCR text
Zur Geschichte der Rabbiner in Mainz. (1615-1848). Von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein in Mosbach. Unter obigem Titel veröffentlichte Carmoly im 2. Jahrgang der von K. Klein herausgegebenen isr. Schulbibliothek (Mainz 1859) ein chronologisches Verzeichnis der Rabbiner in Mainz vom Jahr 1630 bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts. Im Jahr 1630 erhielten nämlich die Juden in Mainz von Erzbischof Anselm Franz die Erlaubnis zur Anstellung eines Rabbiners1). Schon vorher soll der bekannte Gelehrte, 1. R. Elia Loans (mit dem Beinamen Baalschem), sich einige Zeit in Mainz aufgehalten haben, um die Gemeinde neu zu organisieren. Dieses geschah ungefähr im Jahre 1615. Die Juden von Hanau, wo R. Elia damals als Rabbiner wirkte, waren vertrieben worden; er ging deshalb nach Mainz, um dort bis zur Rückkehr der Vertriebenen zu verweilen2). Ums Jahr 1622 übernahm er in Worms die Stelle eines Rektors der Talmudschule, womit wahrscheinlich auch die provisorische Versehung des Rabbinats verbunden war. Nachdem R. Elia Mainz verlassen hatte, trat vermutlich 2. R. flatitja b. Jakob Halevi3) an seine Stelle und blieb dort bis gegen 1628, wo er als einer 1l Schaab, diplomatische Geschichte der Juden zu Mainz, S. 208. 2) Als Mainzer Rabbiner approbierte er 1616 das ס, בן דעת (Hanau 1616). *) Dieser Gelehrte wird von Carmoly nicht genannt; auch Salfeld (Bilder aus der Vergangenheit der jüdischen Gemeinde Mainz, 1903) erwähnt ihn nicht