Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 280)
- Language
- German
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2if ft.fcBfraim b. Jizchak, R. Jizchak b. Mordechai, R. Baruch b. Jizchak, R.'Samuel und sein Sohn R. Jehuda ההסיד u. v. a. Aus späterer Zeit sind zu nennen: R. jakob Weil in Nürnberg und Augsburg; R. Israel Bruno, R. Eisik Stein in Regensburg; R. Salman Kitzingen in Würzburg; R. Moses Minz in Landau, Würzburg und zuletzt.Jn Bamberg. 4) Der Titel dieses interessanten 24 Quartseiten enthaltenden Werkes lautet vollständig: Specimen Akademicum.de קושיא בלא זאר. אן גיתגברגיר אז רעגירשפורגר sive de modo disputandi, quo doctores judaei quondam Norimbergae in exercendis atque acuendis suis discipulis usi sunt quod auctoritate amplissimi ordinis philosophici praeside M. Johanne Andrea Michaele Nagelio XXV11I Januarii A. S. R. MDCCXXXV11 publicae disquisitioni exponit Leonhardus Appoltus Svobaco-Onoldinus. Altorfii, Typis Jod. Guil. Kohlesii, acad. typogr. [Sonderbarerweise wird überall Nagel als der Verfasser des Werkes genannt, sogar bei Steinschneider Z. H. B. IV, 1, S. 14, was, wie obiger Titel zeigt, unrichtig ist.] Der Verfasser bemüht sich, den Nachweis zu führen, dass Nürnberger, Regensburger und בלא זאת eigentlich nur verschiedene Namen für eine und dieselbe Sache sind. Seine Beweisführung ist folgende: Auf dem Titelblatte des Werkes סוגיות התרמה־ von R. Mosche b. Daniel, der in Solkiew מלמד war, heisst es: והבחורי המד ובו׳ ימצאו פתה היאך לישב קזשיא שהיא בלא זאת או נירון ברגיר א! רעגירשפורגר. Die Partikel או an dieser Stelle darf nicht mit aut, wie bei Bashuysen, sondern mit vel oder sive übersetzt werden. Dass diese beiden Bedeutungen möglich sind, wird aus einer Stelle des מקנה אבדם von Abraham de Balmis festgestellt, ln dem Werke selbst wird nur der Nürnberger angeführt und zwar mit folgenden Worten: גיחן ברגיר והוא בשמקשן מביא שתי ברייתות הסותרות זו את זו, während der Regensburger nicht erwähnt wird; daraus ist zu folgern, dass es nur verschiedene Namen für die gleiche קושיא sind. Diese Beweisführung ist jedoch nicht richtig. Aus den Worten des של" ה und des מהר״ם שיף, die wir im Texte angeführt haben, ergibt sich das Gegenteil. Ferner wird im סוגיות התלמוד auch der Regensburger erwähnt, denn er schreibt: א׳ בשמקשן ידע מברייתא למה הוא מקשה, was, wie wir gezeigt haben, ein Regensburger ist, wenn er auch dort nicht so genannt wird. Auf der letzten Seite des Werkchens stehen die 6 Thesen, Corollaria, die der Verfasser zu verteidigen hatte; drei sind philosophischen, drei sprachliehen Inhalts. Z. B.: גפן בוקק Hos. X, 1 significat vitem frugiferam. Das Werkchen schliesst mit einigen aramäischen Zeilen, die der Opponent zu Ehren des Doktoranden verfasst hat. Als Curiosität mögen sie hier mitgeteilt werden. אגתה אפפולמום רתמת ית בתי אלהיא ובתי מדרשיא הלא הוא סימא בי תהוא מהרבץ עדיף(?) דאורייתא ואנא ריש דפלוגא דך כתבת ק לתפארת ולאדדותא די מרא תרצן. Das soll heissen: ״Du Appoltus liebst die Gottes- und Lehrhäuser, das ist ein Zeichen, dass du noch viel Thorakenntnis verbreiten wirst. Ich, dein Hauptopponent, schrieb dieses zum Ruhm und zur Verherrlichung des Herrn Respondenten.“ Einen strengen Massstab wird man an diese Leistung nicht anlegen wollen.