Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 275)
- Language
- German
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212 eia ״Nürnberger“ vor. זה אינו, דאם כן קשה נירונבורנר עם המקשה שלאחריו דאיך הבין המקשן הראשון דמשמע ליה ברייתא כר׳ אלעזר והלא ברייתא שנייה משמע כר׳ יוחנן. Eine Lösung, meint er, Hesse sich darin finden, dass der מקשן einer dritten Ansicht huldigte, die weder mit R. Eieasar noch mit R. Jochanan ganz übereinstimmt. Er war nämlich der Meinung, eine moralische Verpflichtung, לצאת ידי שמים, liegt unter allen Umständen vor, das רבית zurückzuerstatten, gerichtlich zurückgefordert kann es jedoch nur dann werden, wenn es nicht freiwillig gegeben, sondern von dem Gläubiger gewaltsam erpresst wurde, דומיא דנזלנים. Auf diese Weise löst sich der scheinbare Widerspruch zwischen den beiden ברייתות und der מקשן konnte von dieser Position aus nach beiden Seiten hin seine Angriffe richten, sowohl auf ר׳ יוחנן, nach dessen Ansicht רבית überhaupt nicht zurückerstattet zu werden braucht, nicht einmal לצאת י״ש, als auch auf ר׳ אלעזר, nach dessen Meinung es unter allen Umständen, selbst wenn es freiwillig gegeben wurde, gerichtlich wieder zurückgefordert werden kann. Das Vorstehende ist nur ein kleiner Teil aus der weitausgesponnenen scharfsinnigen Erörterung des מהר״ם שיף daselbst, der schliesslich zu einer ganz neuartigen und überraschenden Auffassung der Talmudstelle gelangt, wodurch der Nürnberger ganz wegfällt. Wir können uns hier auch in keine Erörterung einlassen,• ob seine Auffassung der Talmudstelle berechtigt sei; es sollte hier blos an einem konkreten Beispiel gezeigt werden, was ein Nürnberger sei, da es meines Wissens die einzige Stelle ist, an der dieser Terminus bei einem der מפרשי הש״ם vorkommt. Vgl. auch הליכות עולם פ*ב Anfang und die Bemerkung des R. Josef Karo dazu in den כללי הנמרא. 14. Wir kommen nunmehr zur Erklärung des Regensb u r g e r. Wenn ein Schüler an seinen Lehrer eine halachische Anfrage richtet, um seine Entscheidung einzuholen, so müssen wir doch annehmen, dass der Fragesteller darüber im Zweifel war und keine bestimmte Meinung hatte, denn sonst hätte er nicht nötig gehabt diese Frage aufzuwerfen. Es ist doch nicht anzunehmen, dass er seinen Lehrer blos ausholen und auf die Probe stellen wollte. Ergibt sich nun im Laufe der Diskussion, dass der Fragesteller, der כעל האיבעיא, wie er genannt wird, den-