Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 261)
- Language
- German
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_198 Schule E. Akibas gebräuchlichen1). Hierzu einige Beispiele: Zu Exod. 22, 3 (MS 138) fehlt zwar die Deutung der Baraita Gittin 77a (MS Einl. X), aber auch die Derascha des E. Ismael אין בידו אלא רשותו (cf. Mech. zur Stelle) wird vermisst. MS 8 finden wir eine eigentümliche Deutung des Wortes לאמר, die auch dem Sifra eigen ist, vgl. Pesachim 42a (ebenso Sifrö sutta, EH 64). MS 9 (vgl. das. Note ב) wird מן in derselben Weise, wie im Sifra, als ausschliessende Partikel gedeutet. MS 15 und 19 befindet sich die in Sifra, Sifrö Deut, und Sifrö sutta gebräuchliche Deutungsweise: ונכרתה הנפש ולא הצבור, ההוא ולא אנוס ולא שוגג ולא מוטעה, מישראל וישראל בשלום (vgl. das. Note ב und Easchi zu Sebachiml08b). Dasselbeist der Fall bei der Deutung von לגר הגר, das er wie Sifra (EH 31) und Sifrö sutta (EH 63) für נשי הגרים vorwendet (MS 30). MS 13 und 21 wird aus פסח הוא deduziert, dass שחטו שלא לשמו unbrauchbar ist, gerade wie Sifra Nedaba 10 9 aus חטאת הוא folgert; nicht so Mech. de־E. Ismael und Sifre Num. (EH 45 und 55). Der Ausdrucksweise des Sifra begegnen wir z. B. MS 108: הא מפני שיש בבן מה שאין בבת וכר; MS 119: אחר שריבה הכתוב מיעט; MS 18 und sonst: מכלל שנאמר; MS 8, 10: הא כיצד הא כאיזה צד (vgl. EH 31). Die Stellen, die Ms mit Sifra und Sifrö Deut, wörtlich gemeinsam hat, sind in den Noten zu MS angemerkt. Die in den halachischen Teilen2) der Mech. de־E. Simon vorkommenden Tannaim sind dieselben, welche in den מדרשי דבי רב angeführt werden und es fehlen beinahe gänzlich diejenigen, welche nur in den Midraschim der Schule E. Ismaels Vorkommen‘ (vgl. hierüber EH 38f.). Vor allem vermisst man ר' יאשיה und ד יונתן, die Schüler E. Ismaels (Menachot 57b), deren Kontroversen in Mech. de־E. Ismael und Sifrö Num. so häufig Vorkommen, dass dieser Umstand allein genügend die Herkunft jener Midraschim aus der Schule E. Ismaels bezeugt. Die zwei Stellen, in denen in MS ר, יאשיה vorkommt (S. 12 und 147), sind (vielleicht erst b Vgl. über diese Art des Midrasch ausführlich EH S. 5 ff.; 31 f.; 43 f. Vgl. auch J. Lewy 1. c. S. 32 ff. *) Dabei kommen die Stücke zu כי תשא und 1?•ויקד, die zum grössten Teil der Mech. de״R. Ismael entlehnt sind, nicht in Betracht. Dass die Agada zu בש6ז und יתרז in beiden Mech.’s gleich ist, wird in Einl. zu MS XI dargelegt und begründet.