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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 260

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 260)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486271--1005-3487366
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197 zu verstehen, dass es bei einem נכרי verwahrt ist (בעיר אהדת wird nur hinzugefügt, weil in derselben Stadt es leicht vom Eigentiimer gesehen werden kann, so dass dabei auch לא יראה anwendbar ist). Die Mech. de-R. Simon deduziert also aus לא ימצא, dass auch das bei einem נכרי verwahrte הנק fortgeschafffc werden müsse. Dagegen entscheidet aber רץ (Pesachim Abschnitt I) und Ramban zu Exod. 12, 19, dass solches חמץ nach der Thora nicht fortgeschafft zu werden braucht und nur מדרבנן verboten ist, indem sie auf die Mechilta (de-R. Ismael) hinweisen, wo dies mit ausdrücklichen Worten gelehrt wird, vgl. Mech. בא Abschnitt 10 und 17: יצא חמצו של ישראל שהוא ברשות נכרי אעפ״י שיכול לבערו אבל אינו ברשותו. Dies wird wohl auch die Ansicht der im Talmud zitierten Baraita des ספרי דבי רב gewesen sein, die daher anstatt מופקד בעיר אחרת die Worte יקבל פקדונות מן הנכרים setzte. — In diesem Falle scheint aber die Mech. de-R. Simon das Ursprüngliehe zu haben. Denn aus לא ימצא lässt sich doch einfacher מופקד בעיר אחרת deduzieren, als קבלת פקדונות מן הנכרים, das nur, wie Raschi erklärt, daraus gefolgert werden kann, dass bei לא ימצא nicht die Beschränkung לך steht. Dass auch in anderer Beziehung die Lesart in der Mech. de-R. Simon die ursprüngliche ist, hat bereits J. Lewy (Ein Wort über die ״Mechilta des R. Simon“ S. 17) bemerkt. Es ist also höchst wahrscheinlich, dass die oben erwähnte halachische Differenz den Autor des ספרי דבי רב zu seiner Abänderung veranlasst hat. 6. Ist es aber auch entschieden, dass die Mech. de-R. Simon mit dem talm. Sifrö de-Be Rab zu Exod. nicht identifiziert werden darf, so kann aber doch mit Sicherheit behauptet werden, dass ersterer Midrasch viele Stellen sowohl mit dem Sifrö zu Exod. als mit dem zu Deut, als auch mit dem Sifra zu Lev. gemeinsam hat. Es lässt sich allerdings nicht entscheiden, ob die Mech. de-R. Simon aus den מדרשי דבי רב entlehnt hat, oder ob beide Midraschim aus einer gemeinsamen älteren Quelle geschöpft haben. Letzteres ist nach dem oben in Nr. 5 angeführten Beispiele wahrscheinlicher. Da scheint es nun der alte Midrasch, aus der Schule des R. Akiba zu sein, der sowohl der Mechilta d. R. S. als den מדרשי דבי רב zur Grundlage diente. Die Sprache und Ausdrucksweise sowohl als auch die Midrasch-Methode in Mech. d. R. S. gleicht sehr oft der in den Midraschim der

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