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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 252

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 252)
Language
German
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IRI
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189 Schüler weiter ab. In demselben Masse jedoch, wie Sura abnahm, nahm Pumbeditha zu. Hätte man nach dem Verhältnisse der Schüler die Beteiligung an den Einkünften bestimmt, so hätte damals Sura nur auf einen sehr winzigen Teil Anspruch erheben dürfen; allein auch die Gelehrten Pumbedithas wollten Sura erhalten, ihm wieder neue Schüler zuführen und Hessen ihm daher die Hälfte aller Einkünfte, trotzdem es an Zahl der Schüler und Gelehrten bei weitem hinter Pumbeditha zurückstand. Aber auch das konnte ihren Untergang als Metibta nicht hemmen. Nach Kab Jom Tob war die Zahl der Jünger so gering geworden, dass man vollständig nach Pumbeditha übersiedeln wollte und in der Person des R. Nathan, eines Onkels des R. Seherira, einen eigenen suranischen Gaon in Pumbeditha wählte. Plötzlich starb jedoch R. Nathan, man erkannte darin einen Fingerzeig Gottes, der nicht haben wollte, dass Sura damals schon untergehe, und der Exilarch David bar Sakkai berief den R. Saadia aus Fajum als Gaon nach Sura. Dieser ausgezeichnete, kraftvolle Gelehrte sammelte wieder die Söhne der früheren suranischen Gelehrten, sowie die Schüler, die sich nach Pumbeditha gewandt hatten, um seine Fahne und erhob die Hochschule von Sura zu neuem Glanze. So gross war darüber die Freude in Israel und besonders bei den Gelehrten der Schwesterakademie, dass der zeitige Gaon Pumbedithas R. Kohen Zedek mit seinen Gelehrten in Sura erschien und den R. Saadia mit grossen Feierlichkeiten in sein Amt einsetzte. Leider war die erneuerte Blütezeit Suras, gleich dem letzten Aufflackern des Lebenslichtes, nur von kurzer Dauer. R. Saadia wurde durch die Ränke des Exilarchen in seiner Tätigkeit gehemmt und, als er in jungen Jahren starb, nahm auch mit ihm im Jahre 942 die Metibta von Sura ein Ende. Wohl wurde auch noch nachher das Thorastudium in Sura gepflegt; aber eine Metibta, die nach den bestehenden Regeln geleitet wurde, gab es dort nicht mehr. Inzwischen erhielt sich die Hochschule von Pumbeditha in alter Blüte, in ihr fungierten fast noch ein volles Jahrhundert bedeutende Geonim, bis mit dem Tode des R. Hai Gaon, im Jahre 1038, auch Pumbeditha unterging, aber nicht durch Mangel an Gelehrten oder Schülern, auch nicht durch

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