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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 251

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 251)
Language
German
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188 als Mar Rab Abraham und Rab Joseph Geonim in Pumbeditha waren, hervor, dass auch bei feierlichen Anlässen nur im Namen des Gaons von Pumbeditha und nicht im Namen desjenigen Suras die Verhandlung eingeleitet wurde. Der Vorrang Suras vor Pumbeditha bestand nur in der Amoraimzeit, hauptsächlich zur Zeit Rab Aschis und seiner Nachfolger; während der ganzen Geonimzeit jedoch wurde es bei weitem von Pumbeditha überragt. י Bei der Treue, die man im Judentum von jeher einmal verliehenen Rechten bewahrte, liess man wohl Sura bestimmte Ehrenrechte, namentlich in Anbetracht der Tatsache, dass Sura neben Bagdad, dem Sitze des Exilarchen, lag; man liess ihm auch 2/3 der Einkünfte, die Lage Suras berücksichtigend, das von heidnischer Bevölkerung umgeben war und naturgemäss nicht die natürlichen Hilfsmittel besass, wie Pumbeditha, das in einer fast durchweg von Juden bewohnten Gegend lag. In dem Ansehen jedoch, in der Stellung, in der Wertschätzung, hervorgerufen durch die Zahl der Gelehrten und Schüler, genoss Pumbeditha in der Geonimzeit bei weitem den Vorrang vor Sura. Begann ja auch die Tätigkeit der pumbeditkanischen Hochschule in der Geonimepoche fast 1<j0 Jahre früher als die der suranischen und nahm ebenso die Metibta Suras viel früher ein Ende als die Pumbedithas. Als nämlich in Sura die Geonim Rab Nachschon und Rab Zemach gestorben waren, begann die Metibta in Sura abzunehmen, der neugewählte Gaon Rab Malka starb nach einem Monate und ebenso im Verlaufe einer kuzen Zeit die meisten der Gelehrten, die früher der Metibta Glanz verliehen hatten. Die Folge davon war, dass diejenigen Schüler, die nicht direkt aus Sura waren, oder die, welche nicht zu den Söhnen der suranischen Gelehrten gehörten und daher bestimmte Rechte besassen, sich nach Pumbeditha wandten, das noch im alten Glanze dastand. Wohl fungierten inzwischen in Sura noch weitere Geonim. Als jedoch Rab Jacob bar Rab Natronai gestorben war, war dort ein solcher Mangel an Gelehrten eingetreten, dass man in der Person des Rab Jom Tob Kahna b. Mar Rab Jacob einen Gaon einsetzte, der nicht zur Reihe der Kandidaten gehörte und auch nicht das sonst übliche Wissen besass. Naturgemäss nahm die Zahl der

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