Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 242)
- Language
- German
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179 ״einmal yorkomme und er auf das Lernen nicht achte, ihm ״nichts mehr gegeben würde; deshalb nahmen sie sich zusam- ״men und beschäftigten sich fleissig mit ihrem Studium, da- ״mit sie nicht in seiner Gegenwart in einer Halacha irrten.“ ״Die Bedeutung dieser Worte ist folgende: Wenn sie in ״den Kallamonaten erschienen, prüfte man sie nicht sofort, ״denn die Gegenstände waren ihnen noch nicht erläutert ״worden. Wenn sie sich auch durch das häusliche Studium ״des Traktats vorbereitet hatten, so hatten sie ihn doch noch ״von keinem Gelehrten gehört, der ihnen die Stellen, die einer ״Erklärung bedurften, erklärte, die Zweifel löste und den ״Inhalt erläuterte. Er (R. Nathan) beginnt deshalb die ganze Prü- ״fungsordnung anzugeben. ״Zuerst wenn sie in den Kallamonaten ״hinkamen, sass der Präsident da und nur die erste Reihe ״trug vor, die anderen hörten schweigend zu; wenn sie zu ״einer Stelle gelangten, worüber sie reden mussten, sprachen ״sie darüber unter einander, der Präsident hörte zu und ״achtete auf ihre Worte; nachher trug der Präsident vor und ״jene schwiegen und wussten (d. h. aus dem Umstande, dass ״er zu sprechen begann), dass er ihre Discussion bereits auf- ״genommen habe, und wenn er seinen Vortrag beendigt hatte, ״forschte und lernte er in jenem Traktat.“ ״Der Sinn ist, dass an jedem Tage der Brauch war, dass, ״bevor der Präsident den Tagesabschnitt begann, den sie gerade ״lernten, Zeit war, über verschiedene Gegenstände zu fragen; ״der Präsident gab, nachdem er alle Worte der Bene Metibta ״gehört und ihre Diskussion aufgenommen hatte, seine ent- ״scheidende Ansicht in der Sache, worüber sie stritten, kund; ״nachdem das zu Ende war, begann er erst das Studium des ״Traktates. ״R. Nathan fährt fort: ״Wenn er seinen Vortrag beendigt ״hatte, forschte und lernte er in dem Traktat, den jeder ein- ״zelne im Winter zu Hause gelernt hatte, und er erklärte in ״seinen Worten die Fragen, in denen die Schüler stritten; ״manchmal fragte er sie auch nach einer Erklärung der ״Halachoth. Sie ehrten einander und alle ehrten den Präsi- ,,denten und fragten ihn nach der Deutung. Keiner redete?,in seinen! Beisein, bevor ihm die Erlaubnis erteilt war, und