Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 238)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3486266-3486271--0983-3487344- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
175 ״Synedrialmitglieder, die Senatoren und Parlamentarier (er ,,schwankt in der Benennung hin und her). Diese aber lernten ״nicht bei dem Präsidenten, denn sie waren selbst so gelehrt ״als er, ja teilweise noch gelehrter, und wenn derVPräsident ״einen Traktat feststellte, dann lernten ihn die Alufim im ״Winter für sich allein, aber nicht mit den Schülern. ״Die Einrichtung entspräche mithin nach Grätz der einer Tal־ ״mudgesellschaft (Schass-Chevra), die nur durch den öffentlichen ״Vortrag die Bewunderung der Hörer hervorrufen wollte, denn ״ohnedies lernten jene Alufim bei Tag und bei Nacht, wie alle ״grossen Talmudgelehrten. Und von alldem behauptet Grätz, ״dass es bei R. Nathan Hababli ausgedrückt sei, indem er ״S. 130 Anmerk. 2 auf R. Nathan Babli hinweist und auch ״ausführt, dass alle Reihen sich nicht eher von’dem Präsidenten ״entfernten, bis man ihnen angab, mit welchem Traktat sie ״sich beschäftigen sollten, den Schülern brauchte man es jedoch ״nicht zu verkünden, weil jeder für sich lernte, was er wollte. ״Das alles sei den Worten R. Nathans entnommen. ״Es fällt uns schwer anzunehmen, dass in Wahrheit sich ״Grätz in solch klaren Worten irrte und dass er in Wirklich- ״keit der Meinung war, dass ״alle Reihen“, von denen hier ״die Rede ist, sich ausschliesslich auf die Sanhedrin, die ״Alufim, beziehen und die Bezeichnung ״ שאר התלמידיםdie an- ״deren Schüler“ auf alle die Schüler, die ausser den Sanhedrin ״dort waren, Bezug haben; dass er deshalb auch fälschlich ״glaubte, dass selbst der Traktat nur für die“ Sanhedrin be- ״stimmt wurde, die Schüler jedoch überhaupt nicht ins Innere ״kamen und im Hofe sitzen blieben, ja’dass man nicht darauf ״achtete, ihnen vorzulegen, was sie lernen sollten. Es ist un- ,,glaublich, dass man derart jüdische Geschichte schreibt, ohne ״auf die vorliegenden Quellen zu blicken; hört man Derartiges ״von den Historikern anderer^Völker? ״Wir wollen die Worte des R. Nathan Hababli' von ״Anfang an betrachten, wollen sie durchgehen, um zu prüfen, ״ob irgendwo eine Möglichkeit zu einem solchen Irrtum ״vorliegt. ״Es heisst bei R. Nathan Hababli: ״So war ihr Brauch: ״Bei der Verteilung alles dessen, was an Spenden im Laufe