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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 237

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 237)
Language
German
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174 ״Grätz meinte, dass nie auf das, was die Schüler lernten ״und mit welchem Traktat sie sich beschäftigten, geachtet ״wurde, noch mehr, dass ihnen nie erlaubt war, die eigentliche ״Hochschule zu betreten: er wollte es so bei R. Nathan ge- ״funden haben —. Sie wurden demnach nur Schüler genannt, ..ohne es in Wirklichkeit zu sein, ohne zu lernen. Da aber ״Grätz dann die Frage sich stellte, was die Schulen dann für ״eine Bedeutung hatten, da dachte er an die gesetzgebenden ״Körperschaften, an die Parlamente Europas und übertrug deren ״Tätigkeit auf die Hochschulen Suras und Pumbedithas. Da ״man aber noch nie hörte, dass sich im Parlamente Schüler ״befinden, meint er: ״Je mehr sich die Lehrhäuser von Sura ״und Pumbeditha in regelmässig tagende Synoden verwan- ״delten, desto mehr überwog die praktische Tätigkeit die .theoretische“, und ferner: ״Jetzt war der Präsident des ״Lehrhauses mehr für die Senatsmitglieder und die Gesamtjudenheit als geistlicher Gesetzgeber und offizieller Vertreter ״des Judentums, als für den Jüngerkreis vorhanden. Selbst ״bei den theoretischen Debatten über Talmudabschnitte nahm ״das Lehrhaus keine Rücksicht auf die Jünger. Sie hatten .auch gar nicht in dem Beratungssaale Zutritt, ״sondern sassen in einem daranstossenden Hofe (Tarbiza), wo ״sie zuhörten oderauch nicht. Von diesem Umstande erhielten ״die Jünger den Spottnamen ,.Höfler“ (Tarbizai). Nur den ״Mitgliedern des Kollegiums wurde für das Semester bis zur ״Versammlung ein bestimmtes, talmudisches Thema zum grlind- ״liehen Studium aufgegeben, die Talmudjünger dagegen waren ״nicht an das Thema gebunden und überhaupt auf Selbststudium ,angewiesen“. ״So sehr sich da Grätz mühte, durch sein fort- ״währendes Hin- und Herschwanken den Leser zu täuschen, ״gelang es ihm nicht; denn es liegt auf der Hand, ״dass es die Grundlage seiner Behauptung ist, dass ״zur Zeit der Geonim kein Lehrliaus zum Talmudstudium ״existierte, und dass nach dem, was er bei R. Nathan Hababli ״gesehen, die Schüler keinen Zutritt zum Beratungssaale hatten, ״sondern in einem Hofe sassen. Was bei R. Nathan Hab abli von ״den ״Reihen“ stellt, beziehe sich nur auf die derAlufim, auf die

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