Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 236)
- Language
- German
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173 ״Das sind die Worte Rab Amrams; die des R. Nathan sind ״bereits erwähnt. Es liegt so klar auf der Hand, dass in ihnen ״nur ehrenhalber die Gelehrten der ersten sieben Reihen an Stelle ״ des grossen Sanhedrin, und diejenigen, welche hinter ihnen sassen ״und nicht mehr zu den Schülern gehörten, an Stelle des kleinen ״Sanhedrin genannt wurden; wie ehrenhalber der Ausdruck "משה שפיר קאמרת aufzufassen ist, und wir auch noch heute ״einen grossen Gelehrten, um ihn zu ehren. ,מופלא שבסנהדרין ״nennen. Trotzdem wollte man darin einen Beweis finden, dass ״die Geonim keine Lehrer der Thora waren, wie dieAmoraim, ״die Präsidenten der Hochschulen, und dass die Hochschulen ״keine Stätten waren, wo man die Thora verbreitete, sondern ״dass die Geonim die Häupter einer gesetzgebenden Versam- ״lung, eines Parlamentes und Senates, waren. ״Siehe übrigens Sendschreiben der Geonim זכרון לראשונים 48 §״, wo es am Anfang des Sendschreibens heisst: Fragen ״des Mar Rab Zelach, Sohnes des Mar Rab Bahlul, ״des ״grossen Sanhedrin“ (סנהדרא רבא) und der Gelehrten mit ihm ״aus Kaiman, dem Westlande, kamen vor uns“. Waren ״denn auch dort die Fragenden Mitglieder eines Parlaments ״oder eines Senats? Es waren doch sicher nur Gelehrte und ״deren Schulen, die in Afrika dem Studium der Thora oblagen, ״und nur ehrenhalber so betitelt sind. ״Allein dieser Irrtum hat Anlass zu einem noch grösseren ״gegeben, der alle Grenzen überschreitet und von Grund auf ״die ganze Geschichte jener Zeit verkehrt. ״Die Schulen im allgemeinen und die Tarbiza ״im besonderen. ״Wir wollen zu Gunsten jener Gelehrten annehmen, ״dass sie deshalb sich irrten und Unmögliches über die ״Schulen schrieben, weil sie einen grösseren Irrtum hinsicht- ,lieh der Schulen im allgemeinen und der Tarbiza im beson- ,deren hatten. Wenn es auch schwer ist, sich zu erklären, ,wie es möglich war, zu einem solchen Irrtum zu gelangen, ״so besteht doch die Tatsache, dass Grätz diesen Irrtum be- ״sass und man deshalb zu vollständig verkehrten Schlüssen ,gelangte.