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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 224

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 224)
Language
German
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161 bis 467, nach ihm Rabba Tossfaa bis 474. Als er starb, versah wahrscheinlich Rabina II. die Geschäfte eines Schulhauptes von Sura. Aber nur kurze Zeit; denn er starb im Jahre 476 und mit ihm ging das ganze Amoraimgeschlecht zu Ende. Jetzt trat סוף הוראה, das Ende der Legislation, ein; denn es war nichts mehr vorhanden, was in der Legislation mündlicher Ueberlieferung an vertraut war; denn auch in Pumbeditha waren die letzten Amoraim der Hochschule gestorben, es waren dies von der Zeit R. Aschis an nacheinander Rab Acha bar Raba, Rab Gebiha aus Be Ketil, Rafram II., Rab Rechumi, Rab Sama bar Raba. VI. Nunmehr folgte eine neue Epoche, die der Saburäer. Bisher kannte man von der Tätigkeit dieser Lehrer so viel wie nichts, ja, es gab sogar Historiker, welche ihre Existenz ganz in Abrede stellten; auch hier ist es wiederum das Verdienst Halevys, Licht in das Dunkel gebracht und uns Kenntnis über die Gelehrten, ihre Aufeinanderfolge und ihre segensreiche Wirksamkeit verschafft zu haben. Es gab im ganzen vier Saburäergeschlechter, die zusammen einen Zeitraum von etwa 115 Jahren (von 474 — 589) umfassten. Am bedeutendsten war die Tätigkeit des ersten Geschlechtes; denn die Gelehrten desselben waren noch Schüler der Amoraim und konnten noch aus dem, was sie gesehen hatten, in zweifelhaften Fällen Entscheidungen treffen und damit durch ihre Kürze dunkle talmudische Stellen auf hellen; sie waren es auch, die den Talmud niederschrieben. Die drei folgenden Geschlechter waren ebenfalls segensreich tätig; von ihnen rühren die Mischnaüberschriften über den einzelnen talmudischen Abhandlungen her und von ihnen wurden zu einigen allzukurz gefassten Talmudstellen Erklärungen (סברי) gegeben. Die Zeit jedoch, in der diese Gelehrten lebten, war für die Juden Babyloniens keine glückliche. Wohl trat dort nie eine derartige Verfolgung ein, die mit verheerender Gewalt alles mit sich fortriss, — denn mochte der persische König auch noch so schlimme Verfügungen treffen, immer war die Macht seiner Statthalter so gross, dass sie nach eigenem Ermessen die Befehle ausführten oder nicht, — trotzdem war zur Zeit der Saburäer die Lage so drückend, dass nicht beide Hochschulen aufrecht erhalten werden konnten und während des ersten Geschlechts U

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