Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 219)
- Language
- German
- Belongs to
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156 ״ß. Assi nennt hier keinen Gelehrten mit Namen, sondern ״er sagt: למדוני חברי שבגולה״ meine Kollegen in Babylonien lehrten ״es mich“, es sind nicht andere als Kab Huna und Rab ״Jehuda, die damaligen Häupter in Babylonien, darunter ״zu verstehen; denn die anderen Gelehrten Babyloniens in ,jener Zeit waren jünger als Rab Assi und er kann in Bezug ״auf sie nicht sich ausdrücken: .למתג‘ חברי שבגולה ״Nach dieser Lesart in unserem Talmud (siehe Tossafoth ״ z. St.) fragt R. Assi davon ausgehend den R. Jochanan auf ״seine Worte (siehe Raschi). ״Es ist auch in Wirklichkeit so, dass wir auf Grund ״dessen, was wir im Babli und Jeruschalmi vor uns haben, zu der ״Ueberzeugung gelangen, dass zwischen Babli und Jeruschalmi ״kein Unterschied in den Ueberlieferungen der Lehrmeinungen ״besteht, dass alles so einheitlich ist, als ob die Gelehrten in ״e i n e r Schule gesessen. Nur das eine ist im Auge zu behalten, ״dass der Jeruschalmi nicht zu Ende geführt wurde, dass dort ״sowohl die allgemeine Ordnung als auch der Abschluss fehlt. ״Dieses alles, die Klärung des Ganzen, wurde für beide Tal- ״müde zusammen durch die vereinigten Gelehrten Palästinas ״und Babyloniens im babylonischen Talmud vollzogen“. IV. Nunmehr hörte Sura für lange Zeit auf, Sitz der Schule zu werden, sie kam nach Pumbeditha, wo zuerst Rabba und Rab Joseph fungierten. Als nämlich Rab Jehuda gestorben war, waren beide, Rabba bar Nachmuni und Rab Joseph, würdig, zu Schulhäuptern gewählt zu weiden. Da die Babylonier, um jeden Schein der Parteilichkeit zu vermeiden, sich scheuten, selbst zu entscheiden, wandte man sich nach Palästina, wo noch die alten Gelehrten, denen Rabba und Rab Joseph bekannt waren, lebten, und bat um Auskunft, wem man den Vorzug zuerkennen solle. Die Antwort entschied sich für Rab Joseph; allein Rab Joseph nahm die Würde aus Rücksicht auf Rabba nicht an, und Rabba hinwiederum wollte, so lange Rab Chisda in Sura fungierte, nicht Oberhaupt einer offiziellen Hochschule werden. Er betrachtete sich nur als Oberhaupt einer gewöhnlichen Schule, die er ebenso führte, wie zu seiner Zeit Rab Huna b. Chija, der ein eigenes grosses Lehrhaus in Pumbeditha besass und dort