Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 209)
- Language
- German
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146 ״R. Jochanan lehrt, eins von hundert wie Terumath Maasser, ״da sagte R. Jochanan: ״Von wem hast du es gehört?“ Er er- ״widerte: ״Ich habe es dem Pilpul der Genossen entnommen, ״denn R. Jannai lehrt, eines von tausend“. Da sagte R. Mana: ״Es giebt hier kein Mass; denn es heisst ״das Erste deines ״Getreides, Mostes und Oeles“ d. h. auch das Geringste.“ ״Das Ganze spricht von Dingen, die sehr einfach und klar ״in Bezug auf ihren Inhalt sind. ״Siehe Baba Mezia 85: Resch Lakisch bezeichnete die ״Grabhöhlen der Gelehrten; als er zur Grabhöhle des R. Ohija ״kam .... sprach er: ״Herr der Welt, habe ich nicht wie er ״Thora studiert (לא פלפלתי תורה כמותו)!“ Da kam eine Stimme, ״welche rief: ״Du hast Thora wie er studiert, aber nicht Thora ״wie er verbreitet.“ ״Dasselbe befindet sich in Jeruschalmi Kethuboth XII, 3: ״R. Simon ben Lakisch fastete 300 mal, um R. Chija Rubba ״zu sehen, und er sah ihn nicht. Am Ende begann er sich zu ״grämen und sprach: ״Hat er mehr sich um die Thora bemüht ״wie ich (מה הוה לעי באורייתא סגי מיניי)? Da sagte man ihm: ״Er ״hat mehr als du Thora in Israel verbreitet.“ Wir sehen hier, dass das, was im Jeruschalmi mit מה הוה לעי באורייתא סני מיניי" ausgedrückt ist, im Babli mit לא פלפלתי תורה כמותו" wiedergegeben ist. ״Beides ist inhaltlich dasselbe, beides bedeutet das Mühen ״und Streben, zu begreifen und zu wissen, um durch die Tiefe ״des Verstandes zur Klarheit zu gelangen. ״Deshalb wird auch in Aboth VI,6 zu den 48 Dingen, ״durch welche die Thora erworben wird, auch das פלפול התלמידים ״hinzugezählt. ״In seiner Bedeutung hat es aber nichts zu tun mit dem, ״wozu der deutsche Sprachgebrauch es fälschlich gemacht hat, wo ״es weit entfernt ist von dem eigentlichen Sinn, den es in der ״Urquelle, den Talmuden, hat. Nun sagt Weiss ausserdem von Rab Jehuda: ״Er war ״durch seinen Scharfsinn mehr als alle seine Kollegen berühmt, ״er pflanzte ihn in seinem Wohnorte Pumbeditha, so dass man ״sagte: ״An dem Wohnorte Rab Jehudas ist der Scharfsinn ״gleich den hervorbrechenden Knospen (Chulin 110)“,