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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 208

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 208)
Language
German
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145 ״Siehe Baba Mezia 84: Es starb R. Simon ben Lakisch ״und es grämte sich darüber ß. Jochanan sehr; da sprachen ״die Gelehrten: ״Wer soll hingehen ihn beruhigen? Möge ״K. Eleasar ben Pedath hingehen, denn scharfsinnig sind ״seine Lehrmeinungen (“.(דמחדדין שמעתתיה ״Es ist zu verwundern, dass man derartig einfache Dinge ״im Talmud nicht kannte und dadurch unsere Geschichte ״entstellte. ״Eabbi Chanina gehörte in Palästina zu jenen Amoraim, ״welche Weiss herausnahm, sie an die Spitze des Geschlechtes ״stellte, um dadurch die Grösse der anderen herabzusetzen und ״über sie herzufallen (s. Dor.-Har. Abschn. 7). Nun sagt Weiss ״(III, 52): ״Mehr als alle anderen hatte R. Chanina einen Kollegen, ״der sein treuer Bundesfreund war, dem er mit inniger Seele er- ״geben war, es war dies Rabbi Jonathan .... Der Liebesbund ״zwischen ihm und R. Chanina beruhte auf der Uebereinstim- ״mung ihrer Ansichten in ihrem Forschen und Lernen . . . Wie ״R. Chanina hatte auch er nur Gefallen daran, den geraden ״Weg in der Forschung zu wandeln uud er hatte keinen Ge- ״fallen an Sophismen (בהויות ופלפולים)/ ,;Und trotzdem rühmt R. Chanina sich selbst seines Pilpul. ״In Kethuboth 10B heisst es nämlich: ״Als R. Chanina ״und R. Chija einst mit einander stritten, sprach R. Chanina: ״Mit mir willst du streiten! Wenn, Gott behüte, die Thora in ״Israel vergessen wäre, würde ich sie durch meinen Pilpul ״wiederbringen (“.(מהדרנא ליה מפלפולי ״Siehe Jeruschalmi Nidda Ende P. 2 : ״R. Chanina weilte in ״Sepphoris, da kamen vor ihn mehrere Sachen, und er entschied ״sie zweimal und mehr. Dort weilten auch R. Jochanan und ״R. Simon ben Lakisch und er zog sie nicht zu, da sagten sie: ״Jener Alte ist weise, sein Eisen ist scharf (. . (דפרזלוי חריפין ״Der Sinn der Worte ist in Babli und Jeruschalmi ganz anders, ״als ihn jene deutschen Gelehrten auffassten. Er bedeutet im ״Talmud das Verständnis, das befähigt, in die Tiefe einzu- ״dringen und den Gegenstand so darzustellen, dass er uns klar ״vor Augen steht und ohne jeglichen Zweifel bleibt. ״Siehe Jeruschalmi Terumoth IV, 3 : Mit wieviel macht man ,,sein Getreide nach der Thora frei (hinsichtlich der Teruma)? 10

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