Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 206)
- Language
- German
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143 ״Wo er über Eab Jehuda spricht, bemerkt er: ״Samuel ״ehrte ihn, rühmte seinen Scharfsinn und nannte ihn שינבא, Scharf- ״sinniger (Berachoth 36). Mit demselben Epitheton bezeichneten ״ihn manchmal auch seine Kollegen (Kethuboth 12). Er war ״durch seinen Scharfsinn mehr als alle seine Kollegen berühmt ״und pflanzte ihn in seinem Wohnort Pumbeditha, sodass man ״sagte, im Wohnort Rab Jehudas sei der Scharfsinn gleich ״den hervorbrechenden Knospen (Chulin 110).a ״Bei Rab Chisda führt er aus: ״Rab Chisda lebte längere ״Zeit, etwa 10 Jahre und noch mehr nach ihm (Rab Huna), ״in dieser Zeit war er das Oberhaupt in Sura. Es ist selbst- ״verständlich, dass von damals an der W eg des Pilpul und der ״Spitzfindigkeit (הדוד) in Sura sich auszubreiten begann. Es ״scheint aber, dass auch Rab Huna am Ende seiner Tage er- ״kannte, dass der W eg eines derartigen Lernens fast alle ״Herzen in Babylonien eingenommen hatte, trotzdem riet er ״seine Sohne Rabba, zum Rab Chisda zu gehen, um aus seinem ״Munde Thora zu hören, denn seine Lehrmeinungen seien ״scharfsinnig (דמהדדן שמעתת״ה, Sabbath 82).“ ״Weiss geht hierbei in den Wegen seines Führers Grätz, ״der auch seinerseits von Rab Chisda (IY, 324) bemerkt: ״Ob- ״wohl Zuhörer Rab Hunas, hatte doch seine Lehrweise mehr ״Aehnlichkeit mit der Rai) Judas, er liebte das scharfsinnige ״Entwickeln.“ In einer Anmerkung zitiert er die ganze Quelle ״für diese Behauptung, Sabbath 82: אמי ליה רב הדנא לרבה בדיה מאי טעמא לא שביהת קבדה דרב הסדא דמהדדן שמעתתיה" und Erubin 67a: "רב ששת מרתע נוליד. גופי׳ מפילפולא דרב הסדא. Das ist alles, wo- ״rauf sie (Grätz und W eiss) bei dieser wichtigen Frage fussen. ״Allein selbst in diesen wenigen, nicht zur Sache gehörigen ״Zitaten, welche sie heranziehen und ohne Forschung zu jener ״wichtigen Frage benutzen, in diesen wenigen dem Seder ״Hadoroth entnommenen Aussprüchen irrten sie vollständig. ״Sie verwechselten die in der deutschen Sprache fälsch- ״lieh angewandte Bedeutung der Worte mit der eigentlichen ״Bedeutung, in welcher sie zuerst im Talmud Vorkommen. ״In der deutschen Sprache gibt man die Worte ,הדיפות הדוד, פלפול" mit ״Sophismen“ wieder, so hat es sich im ״Sprachgebrauch eingebürgert, dies hat aber nichts mit ihrer