Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 201)
- Language
- German
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״Ausser dem Thoraunterrichte, der an Schüler erteilt wurde, gab ״es dort sieben Platzreihen für die ersten Gelehrten der Zeit, ״welche zu den bestimmten Zeiten erschienen. Aus diesem ״Grunde sind auch von R. Scherira Metibta und Sanhedrin ״identifiziert. Er sagt: ״Besch Metibta und Sanhedrin war dort ״nicht vorhanden, das war ״nur am Orte, den Gott erwählte“. Alle ״Gelehrten nahmen teil an der Entscheidung der zweifelhaften Fälle, ״wie Rabban Gamliel sich in Berachoth 27 ausdrückt, der einem ״Fragenden erwiderte: ״Warte, bis die בעלי תריסץ (Gelehrten) ins ״Lehrhaus kommen.“ Als die Gelehrten hinkamen, stellte der ״Fragelustige seine Frage. Derselbe xlusdruck Rabban Gamliels ״befindet sich auch in Bechoroth 3G. ״Das hat aber nichts zu tun mit den Stätten, in denen man ״Thora verbreitete, die in grosser Zahl auch in Palästina, wie es ,.noch dargetan werden wird, vorhanden waren; und ebenso war ״es auch in Babylonien. Nur eine Me tibt a — Sanhedrin — war ״dort nicht vorhanden, die etwas Gesondertes, für die Allgemeinheit ״Bestimmtes war.“ Wir sehen also, es gab in Babylonien keine Metibta, keine Metibta koleles, keine offizielle Hochschule, mit jenen bestimmten Rechten, zu denen vor allem die Kalenderbestimmung gehörte, eine solche gab es nur in Palästina, dem Sitze der Patriarchen. Trotzdem wurde in Babylonien das Studium der Thora aufs eifrigste gepflegt; denn dort blühten Thorastätten in grosser Zahl, in ihnen wurde unter der Leitung eines Resch Sidra die Thora von tausenden von Jüngern studiert, ohne dass sie zu einer Metibta wurden, die allein in Palästina bestand, für ganz Israel massgebend war und deren Bedeutung auch auf ganz anderen Gebieten zu suchen ist als die der anderen Schulen. Nichts anderes wollte daher R. Scherira uns mitteilen, als dass vor Rab und Samuel in Babylonien keine Metibta, sondern nur gewöhnliche Thorastätten existiert hätten; und das allein, nichts anderes steht deutlich bei R. Scherira Gaon (אבל ריש מתיבתא וסנהדרין לא הוו בהון). Das Verhältnis änderte sich erst lange nach dem Tode Rabbis, des letzten Redaktors der Mischna, zwischen 3951 und 3955 (191 und 195). Dieser einzigartige Lehrer in Israel stand an der Spitze der Hochschule in Sepphoris (צפורי), nach ihm wurde sein Sohn R. Gamliel Patriarch und Vorsitzender der Metibta. Nach dessen Tode wurde sein