Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 200)
- Language
- German
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187 ״nur einen einzigen an einer einzigen Stätte gab. Nur weil die ״deutschen Gelehrten sich den Unterschied zwischen Metibta ״einerseits und Jeschiwa, Sidra andrerseits nicht klar machten, ״vermischten sie die Dinge miteinander und förderten Schiefes ״in Bezug auf jene Zeiten zu Tage. ״R. Scherira Gaon sagt aber ausdrücklich: ״Als Esra und ״mit ihm Exilierte hinaufzogen und sie das Heiligtum erbaut hatten, ״gab e§ dort (Palästina) Häupter des Sanhedrin . . . ., trotzdem ״verbreitete man auch hier Thora und es bestanden Exilarchen ״aus dem Hause Davids. Einen Resch Metibta und ein Sanhedrin ״gab es hier nicht; das gab es nur an dem Orte, den Gott er- ״wählte. Bis zum Tode Rabbis gab es hier nur Exilarchen, aber ״keine Resche Metibta.“ ״Es ist also klar, dass R. Scherira in seiner Angabe weder ״der Schule von Nehardea noch der von Pumbeditha ein hohes ״Alter bis in die älteste Zeit zusprechen wollte, denn er sagt mit ״deutlichen Worten: ״Bis nach dem Tode Rabbis gab es in Baby- ״lonien weder eine Metibta noch Resche Metibta.“ ״Was er sagt, ist, das s man Thora dort verbreitet e, ״und dies ist auch ohne die Angabe R. Scheriras klar, wie es ״noch dargetan werden wird. ״Rappoport wendet sich auch gegen diese Worte R. Scheriras ״und führt (Kerem Chemed VIS. 136) aus: ״Ferner sagt R. Scherira, ״dass, trotzdem man dort Thora verbreitete, es Resche Metibta ״nicht gab und sie mithin auch nicht lernten. Ich habe aber bereits ״gezeigt, dass R. Scherira Gaon zu denen gehört, welche das ״Alter des Thorastudiums in Babylonien übertreiben, um die Ehre ״des Landes und seiner Gelehrten zu erhöhen, denn zu seiner Zeit ״ging von ihnen allein die Thora für Israel aus.“ Wie beklagens- ״wert sind derartige Worte, welche Spur von Uebertreibung liegt ״in den Worten R. Scheriras: ״Trotzdem verbreitete man hier ״Thora“? Glaubte denn Rappoport wirklich, dass man in Baby- ״lonien bis zur Zeit Rabs und Samuels weder Thora noch ״Gebote kannte? ״Die Metibta war in Besonderheit in der ersten Zeit, der der ״Tannaim, vollständig verschieden von der Stätte, in der man die ״Thora den Schülern beibrachte. Die Metibta stellte ein nach ״feststehenden Regeln geordnetes Ganzes dar, das alles umfasste.