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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 199

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 199)
Language
German
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136 wäre in Babylonien selbst nach den Angaben des R. Scherira Gaon vor Rab und Samuel keine Metibta vorhanden gewesen. Diese Ansicht Rappoports wird von Halevy nicht nur durch eine Menge von Beweisstellen zurückgewiesen, sondern es wird auch von ihm in wahrhaft glänzender Weise dargetan, dass wohl in Babylonien, und zwar vornehmlich dort, seit der ältesten Zeit die Thora aufs eifrigste studiert wurde. Die Anführung der von ihm herbeigebrachten Beweisstellen würde mich zu weit führen, nur die eine Tatsache, welche zum Thema unserer Abhandlung gehört, möchte ich hervorheben, dass Rappoport hauptsächlich dadurch zu seiner irrigen Ansicht gelangte, weil er sich den Unterschied zwischen der Metibta und Jeschiwa nicht klar gemacht hat. Doch lassen wir Halevy über diesen Punkt selbst sprechen. Er führt darüber (II, 195) folgendes aus: ״Rappoport bemerkt in Bezug auf das Sendschreiben R. Sehe- ״riras: ״Es liegt das Streben des Verfassers auf der Hand, der ״Lehrstätte Babyloniens, seines Geburtslandes, und im besonderen ״Nehardea bzw. Pumbeditha, der Stätte seiner Lehrtätigkeit, ein ״hohes Alter bis in die älteste Zeit zu gewähren.“ ,,Er irrtvollkommen in den einfachen und klaren Worten R. ״Scheriras. ״Denn in Wirklichkeit spricht R. Scherira Gaon den Me- ״tibtas in Babylonien kein hohes, in die älteste Zeit reichendes ״Alter zu. Es heisst bei ihm ausdrücklich, dass in Babylonien ״weder in den ältesten Zeiten noch in den Zeiten der Tannaim ״Metibtas waren und dass sie erst zur Zeit Rabs und Samuels ״entstanden, ebenso wie sie damals in Palästina in einer neuen ״Gestalt entstanden. ״R. Scherira schreibt Nehardea und Pumbeditha eine jüdische ״Einwohnerschaft schon aus den ältesten Zeiten zu, denn die , ,Exilierten Hessen sich dort nieder. Mit Recht entscheidet er ״aus dem, was er wusste, dass die jüdischen Bewohner ״Babyloniens die Thora in allen ihren Einzelheiten genau ״kannten und sie lehrend verbreiteten, wenn auch nicht in ״Metibtas, — denn eine solche gab es ausschliesslich am Sitz des ״Sanhedrin und des Patriarchen in Palästina — so doch in Schulen. ״Die an der Spitze stehenden Leiter hiessen Resch be Rabanan, ״Resch Sidra, aber nicht Resch Metibta, einen solchen gab es ״damals überhaupt nicht in Babylonien, weil es auch in Palästina

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