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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 81

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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…/3486266-3486271--0826-3487187
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18 am ersten Selichothtage, am Rüsttag zum Neujahrsfeste und am Versöhnungsabend, predigte er vor seiner Gemeinde, an den beiden Ersteren im Anschluss an eine halachische Disputation, in alter, zu Herzen gehender Weise50). Diese arbeitsreiche Geistessaat zeigte auch bald ihre Früchte in bedeutsamen Errungenschaften. Einerseits machte R. Akiba Eger in Posen durch seine Persönlichkeit und seine Lehrmethode in geradezu bahnbrechender Weise Schule und sicherte insbesondere denjenigen Gegenden und Zeiten, in denen die Lust am Neuen und Fremden den alten, eigenen Geistesbesitz zu verdrängen drohte, talmudisch wohlgeschulte, leitende und einflussreiche Männer, die sich als unerschütterliche Säulen des traditionellen Judentums in stürmischen Zeiten mit selbstloser Hingebung bewährten. Seine Schüler, angeblich gegen 1500 51), in den verschiedensten Stellungen und Ortschaften tätig, zeichneten sich durch eine ״ besondere klare und logische Schärfe im Lernen“ aus und blieben dem gerade im Grossherzogtum Posen beliebten Beiwerk fern. Die Bekanntesten derselben sind ausser seinen Familienangehörigen52) und den (Jahrb. II S. 55) Genannten der durch Geistesschärfe und Charakterstärke gleich ausgezeichnete Rabbiner von Pieschen, R. Isaak Joseph Etting er aus Obornik, 13 Jahre Schüler bei R. Akiba Eger, Verfasser der דודאי מהר״י zur Thora, gest. 18. Teweth 1865 53); der gründliche und mit vielen Geonim korrespondierende Morde he Michoel Jaffe, Rabbiner in Zduny, Schmiegelund Fordon, zuletzt Klausrabbiner in Hamburg, Verfasser des בית מנחם und שרת 54מר״ם יפה); der 10 Jahre bei R. Akiba Eger lernende, durch seine *°) Der Arbeitsplan nach I. Reich, Bethel S. 187 ff., Hakarmel 1870, sowie nach Ergänzungen und Berichtigungen durch persönliche Mitteilungen, namentlich seines Schülers Lob Landsberger. Vgl. auch Joel a. a. 0. und Bleichrode. 51) Zeitung des Judentums 1837 und Steinschneider a. a. O. 52) Ausser seinen Söhnen, seinem Bruder R. Bunim Gins, auch seinem Enkel R. Simon Schreiber (siehe Waiden s. v. נתן נטע), namentlich sein sehr geschätzter Schwager, R. Simon ben Juda Feibelmann, Rabbiner zu Fordon und Rogasen, gest. 1845, Verfasser des talmudische Novellen und Deruschim enthaltenden שער שמעון und Empfänger zahlreicher Teschuwoth des R. A. Eger. Siehe das. ת׳ v. J. 1831 und namentlich ת׳ ר״ע I 129, 150. Siehe auch Lewin a. a. O. S. 274. «*) Vgl. Monatsschrift XIV S. 12 J. 54) Siehe den Briefwechsel mit R. A. Eger ibid. 38, 53.

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