Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 342)
- Language
- German
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338 sei für dieses Literaturgebiet noch jenes ungedruckt gebliebene lexikalische Werk von David Provenzale erwähnt, welches tausend hebräische Wörter aufführt, die ins Lateinische, Griechische und Italienische übergegangen sind und das der Verfasser sehr treffend mit דור הסלגה benennt, um an die babylonische Sprachverwirrung zu erinnern. Für Nachbildungen und Uebersetzungen fremder Bücher werden entsprechende Titel erdacht. Schon Samuel הנגיד benennt seine Nachbildungen biblischer Bücher mit קהלת p — תהלים p — משלי p. Als Jossipon erscheint der Auszug aus dem Josephus, vermengt mit Auszügen aus dem Hegesippus. המלך והנזיר p oder Prinz und Derwisch ist die hebräische Uebersetzung des angeblich erst griechischen, dann arabischen Buches. Die Apokryphen, aus dem Griechischen ins Hebräische übersetzt, werden u. d. T. כתובים אחרונים eingeführt. Die hebräischen Titel für die übersetzten Werke aus der klassischen Literatur sind oft geistreich gewählt. Lessings Nathan der Weise als נתן החכם, die drei Lessing־ sehen Ginge von M. Berliner als הדתות והטבעות משלבות אשה אל אחותה» Goethe’s Hermann und Dorothea als נוה הצדק משכיל שיר ידידות von Rothberg sind einfach zu nennen; dagegen als vortreff־ lieh zu bezeichnen: בן אבויה von Letteris für Göthes Faust, איתיאל הכושי für Shakespeares Othello, מסחרי פאריז für Mysteres de Paris, רם ויעל für Romeo und Julia. Vor allem aber das Werk des Römers Immanuels, der der Manoello bei Dante, und Daniel, der der Dante bei Immanuel sein soll, mit seinem תופת ועדן, als Seitenstück zum Paradiso und Inferno bei Dante. Moses Sakut hat sich hierdurch angeregt gefühlt, sein תפתה ערוך» eine Dichtung über die Unterwelt mit rein moralischem Zwecke, und Jacob Daniel Ulamo sein עדן ערוך für das Paradies zu schreiben. Hieran möchte ich jenes in den Kreisen der Chewra Kadischa wohlbekannte und als Vademecum für ihre Obliegenheiten hoch־ geschätzte Werk des Aron Berechja aus Modena anreihen, der es mit מעבר יבק benannt hat. Dem Verfasser, der in der heid־ nischen Mythologie ebenfalls heimisch war, hat hierbei gewiss der Gedanke an die heidnische Anschauung von der Fähre und